Antonia Peiß aus der Klasse 7.1 nimmt an Sichtung für Europameisterschaften teil

von Jürgen Ackmann (Bersenbrücker Kreisblatt; Foto und Text)

Wie lange Antonia Peiß genau reitet, lässt sich nicht mehr klären. Klar ist aber, dass sich die Vielseitigkeitsreiterin aus dem Bippener Ortsteil Lonnerbecke für die Sichtung zur Europameisterschaft der Ponyreiter in Marbach qualifiert hat – eine von vier Prüfungen. Donnerstag geht es los.

Lonnerbecke. Die Vielseitigkeit kennt die 13-Jährige von Kindesbeinen an. Ihr Vater Ansgar hat vor einigen Jahren rund um das Anwesen der Familie in Lonnerbecke Vielseitigkeitsturniere auf internationalem Niveau ausgerichtet. Vom Flair der Wettbewerbe war Antonia Peiß beeindruckt, wie ihre Mutter Annette schnell feststellte. Die 13-Jährige überzeugte ihre Eltern und war als Reiterin auf Anhieb erfolgreich – ob bei Springturnieren oder bei Vielseitigkeitswettbewerben. Als Lohn gab es das erste eigene Pony: „Petty-Cora“. Es folgte das zwölfjährige Endmaßpony „Pelle“. Auch dieses Duo war erfolgreich und fiel Trainern im Pferdesportverband Weser-Ems auf. Inzwischen gehört sie zum Landeskader.

Auch sonst ist die Liste der Erfolge von Antonia Peiß trotz ihrer erst 13 Jahre schon lang. Im Mai 2017 absolvierte sie ihren ersten Turnierstart im Vielseitigkeitsmekka Luhmühlen. Überdies ritt sie bei der Eröffnungsfeier des CHIO in Aachen in einem Schauprogramm mit.

Auch ist Bundestrainer Fritz Lutter auf Antonia Peiß aufmerksam geworden. Er ermöglichte der 13-Jährigen nun den Start bei den Sichtungen zu den Europameisterschaften. Sie wird dort in der Altersklasse von 13 bis 16 Jahren die jüngste Starterin sein. Das ist Antonia Peiß aber schon gewohnt. Auch bei den Deutschen Meisterschaften in der Ponyvielseitigkeit als CCIP** für die Jahrgänge 2001 und jünger im vergangenen Jahr im September war sie – damals noch als 12-Jährige – die jüngste Teilnehmerin.

In Marbach wird Antonia Peiß mit ihrem neuen Pony „Theo Jackson“ antreten. Seit einem halben Jahr sind die beiden ein Team. Dressur und Gelände klappten bereits gut, so die 13-Jährige. Arbeiten müsse sie noch an der Springprüfung. Hier seien „Theo Jackson“ und sie noch nicht so eingespielt. Sollte es – aus dann nachvollziehbaren Gründen – nicht auf Anhieb mit der Europameisterschaft klappen, wird sie in den nächsten drei Jahren noch ausreichend Gelegenheit haben, ihr Ziel zu erreichen – vielleicht dann auch schon als offizielles Mitglied im NK1-Bundeskader. In den vergangenen Monaten war sie bereits Mitglied der Trainingsgruppe.