Das Bersenbrücker Kreisblatt berichtet

„Geht hinaus und schreibt Geschichte“

210 Schüler feiern Abschied an der IGS

Jugendpfleger Stefan Bartling (rechts) durfte einen Spendenscheck für die „Rote Schule“ zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe in Empfang nehmen.

 

210 Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 haben die Integrierte Gesamtschule Fürstenau verlassen. „Geht hinaus und schreibt Geschichte“, lautete der Appell während der Entlassungsfeier.

Über einen roten Teppich schritten 210 Schüler des 9. und 10. Jahrgangs zur Entlassfeier im Forum der Integrierten Gesamtschule Fürstenau. Zuvor hatten sie einen ökumenischen Gottesdienst in der Schlosskirche St. Katharina unter der Leitung von Gemeindereferentin Ute von der Wellen und Diakon Ralf Mehnert gefeiert. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Stefanie Schröer hatten Schüler den Gottesdienst zum Thema „Freiheit für einen Neu-Anfang?!“ vorbereitet, mitgestaltet vom IGS-Chor.

Unter großem Applaus betraten die beiden Moderatoren Merle Pampel und Ben-Lucas Nitz die blumengeschmückte Bühne im IGS-Forum. „Wir haben uns hier versammelt, um uns selbst zu feiern“, verkündeten die beiden und führten gekonnt und locker durch das straffe Programm. Die Big Band unter der Leitung von Katharina Moschner-Rahe und Volker Wohlgemuth setzte wunderbare musikalische Akzente, und der Zirkus Fantasia unter der Leitung von Sarah Boyemann, Annette Schüler und Philip Müller begeisterte das Publikum. Bezaubernd war Merle Roß auf dem Seil anzusehen, und Johanna Janßen, Alisa Frantzen und Jette Ackmann zeigten Bodenakrobatik in Perfektion.

„Ihr habt das Endspiel erreicht, ohne in die Verlängerung zu gehen“, stellte Schulleiter Jürgen Sander in seiner Begrüßung mit einem Seitenblick auf die Fußballweltmeisterschaft fest. „Auf jeden von euch warten neue Herausforderungen und Chancen. Glaubt an euch und glaubt an eure Talente.“

Stellvertretend für Rat und Verwaltung gratulierte Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans den Schulabgängern. „Sie haben das Rüstzeug und die Grundlage für Ihre neuen Aufgaben erhalten. Wer die IGS kennt, weiß, was in dieser Schule geleistet wird.“

Als Elternratsvertreter zitierte Bernhard Thale eine Passage aus dem Film „Der Lehrer“ zum Thema IGS. „Die Lehrer haben alles gegeben, um aus jedem Schüler das Beste herauszuholen. Jeder von euch wird seinen Weg machen und allen zeigen, was für eine tolle Schulbildung ihr genossen habt.“

Viele Schüler des Abschlussjahrgangs engagierten sich während ihrer Schulzeit in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Leiter der Zirkus-AG bedankten sich bei sieben Schülern für ihren Einsatz als Seiltänzer, Trapezkünstler, Vertikalturner und Diabolospieler. Frank Pampel verabschiedete drei Schülerinnen aus der Chor- und Musical-AG, und Holger Isfort hob die Leistungen von Sinan auf dem Gebiet der Licht- und Tontechnik hervor.

Jahrgangsleiter Jan-Niklas Esser erinnerte sich an seine eigene Schulentlassung, als noch vom „Ernst des Lebens“ die Rede war. „Ihr habt für euren Abschluss gekämpft und ihn gemeistert. Die Welt steht euch offen, geht hinaus und schreibt Geschichte“, empfahl er.

Eva Wiens, Klara Uhlenkamp und Simon Kerzel ließen als Jahrgangssprecher ihre Schulzeit Revue passieren und baten zum Abschluss Jugendpfleger Stefan Bartling auf die Bühne, um einen Spendenscheck für die „Rote Schule“ zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe zu überreichen.

Endlich war der Augenblick der Zeugnisübergabe gekommen. Gerrit Kalkhoff rief nacheinander die Klassen auf die Bühne, wo sie im Beisein des Schulleiters aus den Händen ihrer Tutoren ihre Zeugnisse entgegennahmen. Nach einem Sektempfang wurde ausgiebig im Saal Böhmann in Eggermühlen gefeiert.

Abitur 2018

Ein Jahrgang, der sich als Team fühlte

IGS Fürstenau entlässt 86 Abiturienten / Appell: Macht gute Nachrichten

 „Das Ding ist durch“, verkündeten Henri Niemann und Christopher Ravenscroft, die Sprecher der 86 Abiturienten der Integrierten Gesamtschule (IGS) Fürstenau, bevor diese ihre Reifezeugnisse aus den Händen der Oberstufenkoordinatorin Miriam Curic-Morvan und des Schulleiters Jürgen Sander entgegennahmen. Das Cover-Bild wurde übrigens gestaltet von der Abiturientin Julia Hengelage.

Den Johann-Heinrich-Hammer-Preis für herausragende Leistungen verlieh der Vorsitzende des Förderkreises Johannes Fritze an Timon Knocke, der künftig Humanmedizin studieren wird.

Schweren Herzens verabschiedete Volker Wohlgemuth neun Musiker des 13. Jahrgangs aus der Big Band, von denen einige ihr Können in einem besonderen Instrumentalstück unter Beweis stellten.

Der Abiturgottesdienst in der Schlosskirche St. Katharina unter der Leitung von Pastorin Anke Kusche und der Gemeindereferentin Valerie Sandkämper wurde von Oberstufenschülern zum Thema „Musik verbindet“ vorbereitet. Im Mittelpunkt stand dabei die Predigt der Abiturientin Lisa Gerritsen.

Musikalisch mitgestaltet wurde die anschließende Entlassungsfeier von der Big Band der IGS unter der Leitung von Katharina Moschner-Rahe und Volker Wohlgemuth. Mit Charme und Esprit führten die beiden Zwölftklässler Aleyna Erceyes und Joscha Krone souverän und selbstbewusst durch das Programm des Abends.

„In diesem Jahrgang standen gute Nerven, tolle Leistungen und ein ausgeprägter Teamgedanke im Vordergrund“, stellte Schulleiter Jürgen Sander in seiner Begrüßung fest, und Ralf Assmann vom Schulelternrat appellierte an die Abi-Absolventen, immer nach vorne zu schauen, sich weiterzuentwickeln, den Humor zu behalten, den Mut, eigene Ideen zu entwickeln und aus Misserfolgen zu lernen.

Fürstenaus Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken griff in seiner launigen Rede das Motto des Tages „Back in the 90s“ auf: „Ihr seid der finale Jahrgang aus dem letzten Jahrtausend. Ich empfehle euch: Hört auf euer Herz, entscheidet euch für das, was euren Talenten und Neigungen entspricht, und bleibt mit eurer Heimatstadt Fürstenau in Kontakt.“

Highlights des Abends waren die Darbietungen des Zirkus Fantasia unter der Leitung von Sarah Boyemann, Annette Schüler und Philip Müller. Kim Kantner und Eva Wiens zeigten anspruchsvolle Akrobatik am Trapez, und Jessica Stratmann schwebte anmutig über das Seil.

Dann wiesen die beiden Moderatoren auf wichtige Eilnachrichten hin. Auf Leinwand wurden Nachrichtensequenzen aus der Tagesschau der Neunzigerjahre gezeigt, unterbrochen von der „Tagesschau“ aus dem Studio der IGS. Wie professionelle Nachrichtensprecher berichteten Jürgen Sander und Miriam Curic-Morvan im seriösen Outfit über Ereignisse und Begebenheiten, die sich in den vergangenen Jahren im Schulalltag der Oberstufenschüler ereigneten, wie zum Beispiel die Zwangsräumung des Oberstufenraumes und der daraus folgenden Entsorgung der mit Käse und Salami belegten Sessel im Sperrmüll. Die beiden Nachrichtensprecher schlossen mit den Worten: „Der Mensch wird Mensch nicht durch Wissen, sondern durch seine sozialen Kompetenzen. Ihr seid die Zukunft unseres Landes. Macht gute Nachrichten in den nächsten Jahren und berichtet darüber.“