Die IGS druckt jetzt in 3-D

von Tom Maassmann (Bersenbrücker Kreisblatt)

Neue Technik für Schüler


Sie freuten sich über den 3-D-Drucker: Johannes Fritze (IGS-Förderverein), Schulleiter Jürgen Sander, Norbert Lampe (Firma Meurer),
Saskia Adam (Firma Meurer), Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, IGS-Lehrer Holger Isfort, Ina Eversmann (Bildungsfonds) und Bettina Klausing (Samtgemeinde Fürstenau; Foto: Tom Maassmann).

Der technische Fortschritt macht es möglich: Heute lässt sich mit 3-D-Druckern vom Schraubenschlüssel bis zur Klammer für Frischhaltebeutel vieles selbst herstellen. Ein Faszinosum. Nun verfügt auch die IGS Fürstenau über einen 3-D-Drucker.

Holger Isfort, Fachbereichsleiter für Werken und Technik, war es dann überlassen, die Funktionsweise des 3-D-Druckers am Beispiel eines IGS-Musterlogos zu erläutern. Mittels des computergesteuerten Druckvorganges würden auf einer Oberfläche Schicht für Schicht dünne Kunststofffäden aufgetragen, und zwar nach den vorgegebenen Formen und Maßen. Das Material, das zum Einsatz kommt, werde beispielsweise auch bei der Herstellung von Motorradhelmen verwendet.

Der Drucker verfüge zudem über eine zweite Düse, die einen wasserlöslichen Stoff in die Zwischenräume des Modells drucke, damit es auch bei kleinen und feinen Einkerbungen zusammengehalten werde, so Holger Isfort. Das Modell müsse dann noch für etwa zwei Stunden in Wasser gelegt werden.

Holger Isfort ist derzeit der einzige Lehrer, der den 3-D-Drucker bedienen kann, doch das soll sich bald ändern. Für den Lehrer ist ein 3-D-Drucker ein guter Weg, die Schüler an Technik heranzuführen. „Das Handwerk steht in den Klassen fünf bis sieben oder acht im Vordergrund. Ab Klasse neun sollen die Schüler dann auch im Fach Werken nachdenken, Zusammenhänge erkennen und verstehen“, betont Holger Isfort.

Auch im Bereich der Naturwissenschaft soll der 3-D-Drucker zum Einsatz kommen. Anschauungsmodelle in der Biologie könnten ganz einfach mit dem 3-D-Drucker selbstständig produziert werden. „Damit würden sogar Kosten eingespart werden. Anschauungsmodelle sind sehr teuer“, so Holger Isfort.

Das Treffen in der IGS nahmen Saskia Adam, Personalleiterin bei Meurer, Jürgen Sander sowie Holger Isfort zudem zum Anlass, sich über Kooperationsideen auszutauschen, also darüber, wie beispielsweise Schüler der IGS mit Auszubildenden von Meurer an Projekten arbeiten. Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken sah das als einen guten Ersatz für das ehemalige Projekt „Azubis werben Azubis“ an.