von Peter Selter (Bersenbrücker Kreisblatt)

 

IGS-Schüler und Richter Möbelwerkstätten setzten generationenübergreifendes Zeichen

Ein echtes „Schmuckstück“ sei der Schrank geworden, den die Neuntklässler Michael Galster, Jens Hemme, Marco Lahme und James Peters in den Möbelwerkstätten mithilfe des „Unruheständlers“ Klemens Wilkemeyer gebaut haben, freute sich Pastorin und „Hausherrin“ des Gemeindehauses, Anke Kusche. Die Generationenwerkstatt ist als Teil der bundesweiten Initiative „Männer für morgen“ das aktuelle Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück, die von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und den Kreishandwerkerschaften seit fünf Jahren unterstützt wird. In den Projekten soll die kommende Generation an das Berufsleben herangeführt werden, die aktive Generation in ihrer Nachwuchsförderung unterstützt und die erfahrene Generation durch die Weitergabe ihres Wissens gestärkt werden.

„Wir haben das Projekt gerne unterstützt“, betonte der Firmeninhaber Reinhard Richter. Besonders freute er sich darüber, dass das Projekt für die Jugendlichen eine gute Möglichkeit zur Orientierung biete, in welche Richtung sie sich beruflich entwickeln möchten. Mit Klemens Wilkemeyer, dem Senior der Firma, hätten sie zudem einen optimalen Betreuer gehabt. Der erfahrene Tischler war 29 Jahre lang in der Firma von Reinhard Richter tätig.

Ariane Beckmann von der IGS Fürstenau hatte seinerzeit die Verbindung zur Ursachenstiftung hergestellt. Es habe in dem aktuellen Projekt viel Spaß gemacht zu beobachten, wie die Schüler von der Arbeit profitiert und so etwas Tolles produziert hätten. „Ich bin stolz darauf, dass ihr Jungs heute die Aufmerksamkeit dafür bekommt“, so die Leiterin der Sekundarstufe I. IGS-Fachbereichsleiter Holger Isfort freute sich, dass der „Traum vom Optimieren“ hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in Erfüllung gegangen sei. Holger Isfort, selbst gelernter Tischler, bedankte sich bei Klemens Wilkemeyer. „Wir sind stolz und dankbar, dass wir mit dir arbeiten durften“, so der Fachlehrer.

„Vielfalt verbindet auch außerhalb der Schule“, betonte die Botschafterin der Generationenwerkstatt, Renate Beineke. Das Projekt sei ein wertvolles Beispiel dafür, wie konstruktiv die Schule mit dem Betrieb und der Kirchengemeinde zusammengearbeitet habe. Babette Rüscher-Ufermann hatte als Assistentin der Ursachenstiftung schließlich die Zertifikate für die vier Schüler dabei, die diese mit einem kräftigen Händedruck und einem Schulterklopfen aus der Hand von Firmenchef Reinhard Richter entgegennahmen.

Dass das Projekt in dieser Form zwar das erste für die IGS war, aber längst nicht das letzte, zeichnete sich bereits jetzt ab. Lebhaft tauschten sich Ariane Beckmann und Holger Isfort mit den Vertreterinnen der Ursachenstiftung aus, welche Firmen für weitere Projekte infrage kommen würden. Pastorin Anke Kusche hatte dazu eine Idee. Vielleicht könnte ja erneut etwas mit Holz gebaut werden, denn für die Sakristei der St.-Georg-Kirche werde noch eine Garderobe benötigt. Reinhard Richter signalisierte gerne erneute Unterstützung. Das freue sie sehr, und das passe ja so gut, so die Pastorin Anke Kusche: Denn Zimmermann sei ja schließlich ein biblischer Beruf.