Blaumänner im Klassenraum – Berufsorientierung an der IGS

von Peter Selter (Bersenbrücker Kreisblatt)

Das Team der Schulsozialarbeit mit Kristin Tröster und Tanja Steinkamp hatte erneut zusammen mit weiteren Lehrkräften und den Landkreisvertretern ein vielfältiges Angebot zusammengestellt, das die Schüler nutzen konnten. Dabei hatten die Achtklässler immer ihr persönliches Laufbuch dabei, mit dem sie sich auf den Informationstag vorbereitet hatten. Neben einer Auswahl der für sie interessantesten Arbeitgeber und einigen Arbeitshinweisen fanden sich darin auch einige Schülerprofile, die die Schüler bei den für sie interessanten Betrieben als Visitenkarte hinterlassen konnten. Besonders schön sei es übrigens für ihn und seine Kollegen, wenn ehemalige Schüler der IGS jetzt als Auszubildende oder bereits ausgelernte Kräfte für die Arbeitgeber an dem Parcours teilnehmen würden, betonte Holger Isfort, Fachbereichsleiter für Arbeit-Wirtschaft-Technik an der IGS.

„Da Beruf von Berufung kommt, muss man ankommen im Beruf“, betonte die Leiterin der Marienschule in Schwagstorf, Ludgera Gohmann, die gut 60 Schülerinnen und Schüler zum Parcours begleitete. Dazu gehöre auch eine gute Orientierung. Während die Schüler der achten Klassen die Stände der Firmen besuchten, wurde es für die Schüler der Jahrgänge neun und zehn schon konkreter. Sie hatten jetzt erstmalig die Gelegenheit, sich bei Speed-Datings mit einem kurzen, 15-minutigen Gespräch auf einzelne Ausbildungsplätze der Ausbildungsjahre 2019 oder 2020 zu bewerben. „Eine optimale Ergänzung für die Veranstaltung“, sagte Michael Peters vom Personalmanagement der Samtgemeinde Fürstenau, die sich den Schülern ebenfalls als Arbeitgeber präsentierte.

Einige Schüler staunten nicht schlecht, als die Handwerker in ihrer Arbeitskleidung, vielen „Blaumännern“, und mit viel Technik bepackt, für einen halben Tag in das Forum und Klassenräume der Schule einzogen. Die Berufsorientierung werde seit einigen Jahren massiv durch den Lankreis Osnabrück mit großer Unterstützung der Schulen vor Ort, so auch der IGS Fürstenau, nach vorne gebracht, betonte Matthias Selle vom Verwaltungsvorstand des Landkreises.

Gerd Rechtien vom gleichnamigen Schornsteinfeger-Meisterbetrieb aus Nortrup brachte die Wünsche der Ausbildungsbetriebe auf den Punkt: „Oft sind die Schüler noch nicht so gut informiert, wie die Arbeit in einem Betrieb wirklich aussieht“, sagte er. Den Schornsteinfegern eile immer der Ruf eines staubigen Jobs mit körperlicher Belastungen voraus. Tatsächlich sei die Arbeit heute stark digital geprägt, oft seien Beratungsaufgaben zum Beispiel zum Energiemanagement gefragt. Die Schüler seien immer eingeladen, ein Praktikum zu machen.