IGS lebt europäischen Gedanken

von Jana Seibel (Bersenbrücker Kreisblatt)

Austauschschüler des Erasmus-Plus-Projektes in Fürstenau zu Gast

Französisch, Italienisch, Polnisch, Englisch und zwischendurch ein Wort Deutsch werden durcheinandergesprochen. 40 Gast- und Austauschschüler tummeln sich im Forum der IGS Fürstenau beim Abschlussfest des Erasmus-Plus-Projektes.

Das Erasmus-Plus-Projekt, an dem die IGS Fürstenau seit 2018 teilnimmt, ging in die nächste Runde. Nach bereits zwei Besuchen der Partnerschulen und -orte in Polen und Frankreich war nun die IGS Fürstenau Gastgeber für 22 Austauschschüler aus Polen, Frankreich und Italien.

Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert und soll dazu dienen, junge Menschen europaweit miteinander zu verknüpfen und sie auf den internationalen Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir diesen europäischen Gedanken hier ausleben können“, betont Schulleiter Jürgen Sander.

In der Woche, in der die Partnerschulen jeweils zu Gast sind, haben die Schülerinnen und Schüler keinen normalen Unterricht. So besuchten die insgesamt 40 Schüler Betriebe wie die Firma Stöckel in Bippen-Vechtel und unternahmen Ausflüge, beispielsweise zum Campus Lingen der Hochschule Osnabrück.

Zur Vorbereitung waren Schüler der IGS im Vorfeld bei der Firma Richter Möbelwerkstätten zu Besuch und drehten einen Film über die Firma, ihre internationale Arbeit und ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Der Film wurde dann in der Projektwoche den anderen Austauschschülern gezeigt.

Im Gespräch mit den Firmen sollen die Jugendlichen lernen, was es für Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt gibt, und auch, was für Ansprüche deutsche Arbeitgeber an ihre Arbeitnehmer haben. Gesprochen wird in der gesamten Woche des Austausches ausschließlich englisch.

Zum Abschluss der Projektwoche in Fürstenau gab es eine kleine Abschiedsfeier im Forum der IGS. Die Schüler hatten für ihr Land typische Tanz- oder Musikstücke einstudiert. So tanzten die italienischen Schüler einen süditalienischen Volkstanz und die Franzosen sangen französische Lieder. Die Schüler der IGS glänzten mit einem Auftritt der Zirkus-AG. Zwei Diabolo-Artisten, zwei Vertikaltuchakrobatinnen und eine Seiltänzerin ließen Lehrer und Austauschschüler staunen. Am Ende überreichte Britta Nörenberg, Lehrerin und Kopf des Orga-Teams,  Zertifikate über die Teilnahme an alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer.

Die nächste Projektwoche findet im Dezember in der italienischen Stadt Foggia statt. Im März 2020 geht es dann noch einmal nach Ketrzyn, Polen, zum Abschluss des Projekts.