Zirkus-AG der IGS Fürstenau tritt in Indien auf

Das Bersenbrücker Kreisblatt berichtet
von Jürgen Ackmann

Teilnahme am Ryan International Children’s Festival in Neu-Delhi


Sie gehen auf Tour: die elf Mitglieder der Zirkus-AG mit ihren Betreuern. Foto: Jürgen Ackmann

Nicht, dass Mitglieder der Zirkus-AG in früheren Jahren nicht auch schon herumgekommen sind. So waren IGS-Schüler als Artisten und Jongleure unter anderem in den USA unterwegs. Aber Indien? Das ist noch einmal ein anderes Land. Vor allem eine neue – nur wenig europäisch geprägte – Kultur. Kein Händeschütteln, kein Essen unter Zuhilfenahme der linken Hand, keine Küsse in der Öffentlichkeit.

Die Freude auf das Eintauchen in eine neue Kultur ist groß. Elf IGS-Schüler im Alter von 13 bis 18 Jahren werden im Dezember zu ihrem wohl größten Erlebnis ihrer bisherigen Schullaufbahn aufbrechen – begleitet von drei Betreuern: dem IGS-Lehrer Philip Müller, der pädagogischen Mitarbeiterin Annette Schüler und Karl-Ernst Brockhaus, dessen Tochter ebenfalls mitfährt und der als Arzt der Reisegruppe zusätzliche Sicherheit geben wird.

Die IGS-Delegation wird in Neu-Delhi auf mehr als 1500 Festival-Teilnehmer aus 20 Nationen treffen. Auf dem Programm stehen Workshops und Aufführungen der Zirkus-AG. Natürlich bleibt auch Zeit für Stadtbesichtigungen und Touren über die Märkte Neu-Delhis. Untergebracht sind die Mitglieder der Zirkus-AG in Gastfamilien von Schülern der Ryan International School, die das Festival unter der Regie von Utkarsh Marwah, dem Festival-Direktor, veranstalten.

Der beruflich als Eventmanager tätige Inder war es auch, der dafür sorgte, dass die Zirkus-AG-Mitglieder nun nach Neu-Delhi reisen. Utkarsh Marwah, der inzwischen im niederländischen Enschede lebt, war in diesem Sommer beimTag der Niedersachsen zu Gast und sah die Aufführung des IGS-Zirkus. Er war so begeistert, dass er die Schule animierte, sich für das Ryan International Children’s Festival zu bewerben. Obwohl die Frist recht kurzfristig war, legte sich die IGS ins Zeug und erhielt den Zuschlag.

Nun fiebern Schüler und Betreuer dem Abflug nach Neu-Delhi entgegen. Vieles gibt es zu bedenken. Visa müssen her, Impfungen sind erforderlich, Reisepässe notwendig. Und schließlich muss die Finanzierung des Aufenthaltes gesichert sein. Die will die Zirkus-AG über Benefiz-Aktionen sicherstellen. Zudem gibt es bereits eine Reihe von Sponsoren.

Gleichwie: „Die Teilnahme am Festival ist für die Zirkus-AG eine einmalige Chance – auch für interkulturelles Lernen“, ist sich Schulleiter Jürgen Sander sicher.