Schüler der Integrierten Gesamtschule führen Musical auf

Das Bersenbrücker Kreisblatt berichte
von Jürgen Schwietert

Der Weihnachtsmann vor Gericht

Ein Musical hat die Chor- und Musical-AG der Integrierten Gesamtschule (IGS) Fürstenau auf die Beine gestellt. Die Schüler zeigten im großen Saal des Fürstenauer Schlosses eine gelungene Leistung über 75 Minuten. Das Stück „Der Weihnachtsmann vor Gericht“ nahm alle Gäste mit.

Eingeübt in recht kurzer Zeit hatten Holger Isfort und Frank Pampel das Stück. Sie führten Regie und begleiteten die Darsteller mit Gitarre, Keyboard und Mundharmonika. Nach dem ersten Lied „Warum“ begann die Handlung. Der Weihnachtsmann (Pia Tepe) sollte seine Rentiere mit Rudolf (Emma Holstein) an der Spitze im Weihnachtsmärchenwald mit Spielzeug gefüttert haben und wurde deswegen angeklagt. Richterin Waldi Märchen (Merle Pampel) musste, unterstützt von der Gerichtsschreiberin (Lena Brinkmann) die Wahrheit finden. Rudolf wurde von Rechtsanwalt Fichte (Sophie Stuckenberg), der Weihnachtsmann von Verteidiger Sprachlos (Lukas Dieckmann) unterstützt. Als Belastungszeuge wurde der Chefwichtel (Lara Unger), als Entlastungszeugin die Schneeflockenkönigin (Hanna Herrmann) in den Zeugenstand gerufen.

Alle Anwesenden, selbst das Publikum, mussten sich erheben, als die Richterin den Verhandlungssaal betrat. Die Rentiere forderten die Verbannung aus dem Weihnachtsmärchenwald sowie die Entlassung aus dem Amt. Weihnachten sollte abgeschafft werden. Dem widersprach Sprachlos. Und so ließ sich die Richterin jeweils mehrere Lieder der entsprechenden Stilrichtungen vorsingen. Das Publikum wurde aufgefordert, mittels klatschen zu entscheiden, welche Partei recht hatte. Es gab kein eindeutiges Ergebnis. Und so wurde die Beweisaufnahme fortgesetzt. Fichte bat um ein Mikrofon, um zu beweisen, dass die Rentiere mit Spielzeug gefüttert worden seien. Er hielt es Rudolf vor dem Bauch. Und es erklangen das Tatütata des Feuerwehrautos und das Fauchen eines Tigers. Damit war erwiesen. Den Rentieren wurde Spielzeug zum Fressen gegeben. Ob der Täter aber der Weihnachtsmann war, stand noch immer nicht fest. Die Sitzung wurde unterbrochen. Chor und Solisten sangen währenddessen.

Dann kam die Schneeflockenkönigin. „Das ist nicht mein Mann“, hieß es in Richtung des blau gekleideten Weihnachtsmannes. Dieser gab zu, ein Animateur aus dem Supermarkt zu sein und die Rentiere wohl aus Versehen mit Spielzeug gefüttert zu haben. Der echte Weihnachtsmann kam, verordnete den Rentieren Ruhe, ermahnte das Wichtelteam, das seine Aufsichtspflicht verletzt hatte. Der falsche Weinachtmann wurde begnadigt, musste aber den Abwasch bei der Schneeflockenkönigin für lange Zeit erledigen. Zum Abschluss begeisterte Hanna Milius als Solistin mit „Ice Fire“. Und auch die Zuschauer waren begeistert.