Aktuelle Hinweise
 

Leo Lesepilot 2015: Startersets und Führerschein

Erstklässler entdecken Büchereien

Längst können die Erstklässler, die im vergangenen Sommer mit der Schule begannen, lesen. Jetzt benötigen sie dringend Lesestoff, zumal die meisten Schüler bereits mit dem Leseförderprogramm „antolin“ arbeiten. Der Verbund der Büchereien in der Samtgemeinde Fürstenau vergab deshalb die beliebten „Leo Lesepilot“-Startersets an die Erstklässler. Die Taschen sind praktisch, um geliehene Bücher zu transportieren. Ihr Inhalt sind kleine Aufmerksamkeiten wie Stifte und Stundenpläne. Gleichwohl findet sich darin der auch für die Eltern wichtige Hinweis auf die vielfältige Nutzung von Büchereien in der Region. Die Kreissparkasse Bersenbrück, die Büchereizentrale Niedersachsen und die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde ermöglichten die Vergabe der Taschen. Die erste Klasse der Grundschule Schwagstorf in Begleitung ihrer Lehrerin Karin Schräder nutzte gleich den Besuch in der Bibliothek, um einen Büchereiführerschein zu machen. Nun kennen sie sich richtig gut aus mit der Buchauswahl und dem Ausleihen. Fazit der Schwagstorfer Schüler: „Das hat Spaß gemacht!“

 
 
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Bibliotheken fordern Vielfalt für elektronische Bücher

Fürstenau: Bibliothekare aus Stadt und Landkreis trafen sich

Wann ist ein Buch ein Buch? Eine berechtigte Frage, die im Internetzeitalter durchaus für Verwirrung sorgt. Verleihen doch Bibliotheken inzwischen elektronische Bücher via Internetportale wie NBib24 oder ebib2go. Dabei geht es nicht mehr um Bücher, sondern um Lizenzen. Manche Verlage sind nicht bereit, entsprechende Lizenzen an Bibliotheken weiterzugeben. Damit schränken sie die bisher gewohnte Vielfalt ein. Bibliothekare sind nicht mehr frei in der Medienauswahl. Für das Verleihen herkömmlicher Bücher bezahlen die Bundesländer Tantiemen. Eine neue Regelung muss her, die Bibliotheken und Verlage gleichermaßen unterstützt. Schließlich kämpfen auch die Verlage ums wirtschaftliche Überleben. Auf diese Problematik machen Bibliotheken jetzt aufmerksam. „The right to e-read“ lautet das Motto. „Letztlich muss eine politische Lösung möglichst auf europäischer Ebene gefunden werden“, meinte Birgit Heumann von der Beratungsstelle für Öffentliche Bibliotheken Weser-Ems. Das Thema sorgte ebenso wie die Lage der Bibliotheken in der Region für eine heftige Diskussion. Leisten doch Bibliotheken wertvolle Arbeit für ein breites Spektrum der Bevölkerung. Ganz dem demographischen Wandel entsprechend nehmen sie jetzt Senioren in den Focus. Mit Medienpaketen zu Themen wie unter anderem „Wohnen im Alter“ oder „Demenz/Alzheimer“ wollen sie ältere Leser und Pflegekräfte oder pflegende Angehörige gezielt ansprechen. Die Berichte aus den einzelnen Bibliotheken in der Region fielen je nach Größe, Wertschätzung und Finanzpotential der Trägergemeinde unterschiedlich aus. „Was ist der Gesellschaft eine Bibliothek wert?“, lautete die abschließende Frage. Dabei schielen auch die Osnabrücker Bibliothekare gerne mal in die Niederlande und nach Skandinavien – und dann darf es auf jeden Fall mal ein bisschen mehr sein, so das Fazit der Fachleute.

 
 
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Welttag des Buches

Kooperation von Buchhandlung, Schule und Bibliothek

Renate Vaske von der Buchhandlung Ludlage in Fürstenau hatte bei ihrem Besuch in der IGS-Bibliothek einen Stapel Bücher dabei. Gemäß dem Motto des Welttages des Buches am 23.04.2014 „Ich schenk Dir eine Geschichte“ verteilte sie die Bücher an die Klasse 5/4. Die Schüler nahmen das Buchgeschenk stellvertretend für den gesamten Jahrgang gerne entgegen. Klassenlehrerin Daniela Pampel kündigte an, dass sie die Geschichte des erfolgreichen Jugendbuchautors THILO als Klassenlektüre gleich im Unterricht umsetzen möchte. Praktisch: Schließlich hatte die Stiftung Lesen Unterrichtsmaterialen gleich mitgeliefert. Das wird bestimmt spannend und ein garantiertes Leseerlebnis!

 
 
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Im Müllcontainer den Abhang hinunter direkt in den Tümpel!

Szenische Lesung mit Torsten Blunk alias Coolman

Die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde wäre fast der falsche Veranstaltungsort für die Lesung, könnte man meinen. Von heiliger Stille und andächtigem Zuhörern war nichts zu hören oder zu sehen. Stattdessen ging es überaus rasant und sportlich zu. Die Turnhalle wäre passender. Schon der Start in die Lesung gestaltete Coolman spektakulär. Er raste durch die Flure und stieß ein ohrenbetäubendes Signal mit Hilfe seiner Signaltrompete aus. Spätestens jetzt wusste die gesamte Schulgemeinschaft, dass etwas Besonderes vor sich ging. In den Genuss der großen schauspielerischen Leistung von Torsten Blunk kam allerdings der fünfte Jahrgang der IGS. Er stellte das Buch „Coolman und ich“ von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer vor. Alle Zuhörer mussten kräftig mitmachen. Da kürte Coolman Assistenten, Komparsen und Schiedsrichter. Das Publikum machte Wind, Geräusche und spendete frenetischen Applaus. Spätestens beim Wettkampf um ein Freiexemplar von „Coolman und ich“ hielt es die Schüler nicht mehr auf den Stühlen. Sie feuerten die Wettstreiter nach Leibeskräften an.
Ach ja, da war ja noch das Buch! Man kann darin lesen, stellte Coolman erstaunlicherweise fest. Es geht um Kai. Er ist ein eigentlich eher zurückhaltender Junge. Aber Coolman, sein ständiger Begleiter, seit Kai vier Jahre alt ist, bringt ihn immer wieder in die unmöglichsten Situationen. Und das ist voll peinlich! Da wäre zum Beispiel die Fahrt im Müllcontainer voller stinkender Joghurtbecher den Abhang hinunter direkt in den schmutzigen Ententeich. Lebhaft schilderte Torsten Blunk die Fahrt in den Abgrund. Am Ende fühlten die Zuhörer direkt die Entengrütze zwischen den Zähnen und rochen den Schimmelgeruch aus der Mülltonne. Dank gilt der Volksbank Osnabrücker Nordland e. G., dem Förderkreis der IGS und den Eltern des fünften Jahrganges, die diese aufsehenerregende Lesung finanziell ermöglichten.

 
 
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Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme

Ausstellung in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde Fürstenau

Das 20. Jahrhundert ist eine entscheidende Epoche für Deutschland, Europa und die gesamte Welt. Geprägt von Weltkriegen und politischen Umbrüchen bescherte es den Zeitgenossen Grausamkeiten, Heimatverlust und dramatische Lebensumstände. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte, Deutschlandradio Kultur und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellten eine Ausstellung zur Geschichte von Demokratie und Diktatur im Europa des 20. Jahrhunderts. In einer eindrucksvollen Kombination von Textpassagen und zeitgenössischen Fotografien aus zahlreichen europäischen Archiven veranschaulicht die Ausstellung das Zeitalter der Extreme. Der Fachbereich Gesellschaftslehre der IGS unter der Leitung von Frank Pampel zeigt die Ausstellung nun in Kooperation mit der Bibliothek bis zum 31.03.2014. Die Öffnungszeiten der Bibliothek sind unter www.igs-fuerstenau.de/bibliothek zu finden.

 
 
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Büchereitaschen für alle Erstklässler

Damit sich die Schul- und Leseanfänger so richtig ins Lesevergnügen stürzen können, verteilte der Büchereienverbund in der Samtgemeinde Fürstenau „Leo Lesepilot“-Startertaschen. Alle Erstklässler in den Grundschulen erhielten die Taschen. Sie enthalten gute Tipps für den ersten Kontakt mit den Büchereien und allerlei Dinge für einen unbeschwerten Schulalltag. Eltern erfahren von der Möglichkeit, in den Büchereien günstig, ausreichend und hochwertig an Lesestoff zu kommen. Gisela Krieger und Julia Raupach von der Grundschule Fürstenau zeigten sich gemeinsam mit ihren Schülern mit einem fröhlichen Dankeschön stellvertretend für alle Erstklässler erkenntlich. Die Kreissparkasse Bersenbrück und die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde Fürstenau ermöglichten die Verteilung der „Leo Lesepilot“-Taschen.

 
 
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Märchen sind immer aktuell!

Ausstellung in der Bibliothek: Bücher und Kunstwerke

Märchen begleiten Menschen unabhängig vom Alter, vom Geschlecht und von der kulturellen Herkunft. Eine Ausstellung in der Bibliothek nimmt sich dem Thema an. Viele Bücher, vom Bilderbuch über Märchensammlung bis hin zu Sachliteratur, veranschaulichen Märchen intensiv. Darunter sind auch Märchen aus 1001 Nacht oder etwa aus Russland. Viele neue Bücher präsentieren aktuelle Darstellungsformen. Witzige Illustrationen zum Beispiel von Janosch oder Bilderbücher aus dem Thienemann-Verlag sorgen für Pep. Da trägt der edle Ritter eine coole Sonnenbrille und das Märchenschloss ist mit Steckdosen modern eingerichtet. Eine Schülergruppe aus dem sechsten Jahrgang unter der Leitung von Inna Hessel kreierte dazu phantasievolle Türme und Traumschlösser aus Pappmaché. Kunstwerke und Bücher sind noch bis zum 07.03.2014 in der Bibliothek zu bewundern.

 
 
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Buchpremiere im Duett

Ralph Gehrke und Patrick Mauritz stellten „Einer von uns“ vor

Ein vergnüglicher Abend war es nicht direkt. Das neue Buch des Autors und IGS-Lehrers Dr. Ralph Gehrke macht betroffen. Und wenn das Publikum lachte, dann wohl eher, weil die spitzen Formulierungen zu Verlegenheit führten. Gleichwohl kamen die Zuhörer auf ihre Kosten. Ralph Gehrke hatte einen Kollegen und Freund mit ins Boot geholt, um sein neuestes Buch „Einer von uns“ in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde vorzustellen. Patrick Mauritz, Leiter des Fachbereichs Deutsch an der IGS, las Passagen aus dem Buch vor. Seine ruhige Art des Vorlesens stand in angenehmen Kontrast zu der temperamentvollen Vorlesensweise von Ralph Gehrke, der weitere wichtige Etappen übernahm. Amerikanische Pop-Lyrik rahmte das gesprochene Wort ein.
Es ging um Rolf. Rolf, der Bruder, Sohn und Enkel, ist einer von ihnen. Dennoch ist Rolf anders. Er will sich nicht einpassen. Er stößt an. Damit überfordert er seine Familie. Der Vater ist Beamter. Die Mutter Hausfrau. Die Rollen sind klar verteilt, die Erwartungen auch. In dieser Starre darf es keine Ausnahme geben. Rolf zerbricht daran. Aber er ist nicht der Einzige. Geschickt erzählt Ralph Gehrke die Geschichte rund um das Tabuthema psychische Erkrankung und Selbstmord aus der Sichtweise eines Kindes und Jugendlichen, nämlich des Bruders von Rolf. Damit unterstreicht er die konfliktträchtige Situation und nimmt ihr gleichzeitig die Schärfe. Tragisch-komisch kommen die Protagonisten daher in ihrer festgefahrenen, gar rücksichtlosen Lebensweise. Nebenbei zeichnet Ralph Gehrke ein Bild der 1970er und 1980er Jahre. Die Quizshow am Samstagabend, kiffende Studenten und das erstrebenswerte Einfamilienhaus dürften bekannt vorkommen. Ebenso geht der Autor auf politische Tendenzen der nicht mehr ganz jungen Bundesrepublik ein. Rolfs Onkel provoziert mit nationalsozialistischer Propaganda und offener Kritik an demokratischen Strukturen und Politikern. „Einer von uns“ führt den Leser zurück in vergangene Jahrzehnte und es verführt zum Nachdenken über das Miteinander in der Familie und darüber hinaus. Klar Strukturen, kurze Sätze und prägnante Formulierungen machen das Buch zu einem Lesegenuss und die Buchpremiere zu einem Hörvergnügen. Erschienen ist es im Geest-Verlag unter der ISBN 978-3-86685-418-5. Die Buchhandlung Ludlage unterstützte die Realisierung des Buches. Musiklehrerin Claudia Schade musizierte mit einem exklusiven Team der IGS-Bigband.


 
 
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Stimmungsvoll: Bastion anstatt Bibliothek

Lesung mit Matthias Rickling in der alten Festung

Eingeladen hatte die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde zu einer Lesung mit Matthias Rickling, und zwar nicht wie gewöhnlich in die Bibliothek, sondern in die Nordostbastion auf der Fürstenauer Schlossinsel. Der Weg in die Bastion erleuchtete im Schein von Fackeln und Feuerschalen. In der Bastion empfing ein adventlicher Duft von Glühwein und Apfelpunsch die Besucher der Lesung. Das Innere der Bastion erschien in stimmungsvollem Kerzenlicht. Zetti und Otto West hatten gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Uwe Brinkers mit viel Liebe zum Detail für Atmosphäre gesorgt. Die Buchhandlung Weitzel hatte einen Büchertisch vorbereitet. Kurzum: Die Lesung war ein Genuss für alle Sinne. Dazu passten die Sagen und Mythen, die Matthias Rickling aus seinem Buch „Sagenhaftes Osnabrücker Land“ vortrug. Gleichwohl berichtete der Autor in einer anschaulichen Art und Weise über die Entstehung der Sagen in uralter Zeit, über ihren Zusammenhang und Unterschied zu Märchen und Mythen, über ihren Einfluss auf große Literatur und über ihr Wirken bis in die Moderne. Und so erzählte er von Riesen und Drachen, von Elfen und Zwergen und von den einfachen Leuten, die als Protagonisten in den Sagen auftraten. Leicht gelang es dem Autor, die für moderne Ohren umständliche Sprache in gängige und verständliche Formulierungen umzuwandeln. Dabei war es für Matthias Rickling als gebürtigen Fürstenauer ein bisschen wie nach Hause kommen. Da waren seine Eltern unter den Zuhörern ebenso wie Geschwister, Nichten und Neffen und nicht zu vergessen die Freunde aus Schultagen. Sogar die ehemalige Deutschlehrerin Beatrix Wolter hatte sich eingefunden. „Sie ist die Schuldige!“, meinte der Schriftsteller. „Denn sie hat den Grundstein für das Schreiben gelegt.“ Im nächsten Jahr will sich Matthias Rickling aus seiner jetzigen Heimat Kassel auf den Weg nach Fürstenau machen, um sein neues Buchprojekt rund um Kapitalverbrechen, Mörder und Richtstätten vorzustellen. Vielleicht trifft man sich dann „Am Galgenberg“ in Richtung Höne anstatt in der Bibliothek.

 
 
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Kein Krimi ohne Kommissar!

Tatort Osnabrück im Heimathaus in Berge

Mit dem E-Bike war Heinrich-Stefan Noelke im vergangenen Sommer in der Gegend mit dem Ziel Börstel unterwegs. Auf dem Weg dorthin führte ihn seine Radtour schon einmal durch Berge. Jetzt hatte er sich wieder dorthin auf die Reise gemacht, allerdings mit dem Auto. Im Heimathaus stellte er auf Einladung der Büchereien in der Samtgemeinde sein neues Buch „Piesberg in Flammen“ vor. Hero Dyck ist darin die Hauptperson. Er ist Schriftsteller und, wenn wundert’s, ebenfalls gerne mit E-Bike auf Tour. In und rund um Osnabrück erkundet Dyck seine Umgebung und stößt auf die teuflischen Machenschaften eines Brandstifters. Aber ohne Kommissar geht es nun mal in einem richtigen Krimi nicht, wie Noelke bemerkte. Und so geht der Schriftsteller gemeinsam mit seinem Freund, dem Hauptkommissar Heeger, auf Verbrecherjagd. Dabei geraten die Töchter der beiden, Lilly und Feli, in Gefahr. Heinrich-Stefan Noelke lässt seine Zuhörer hinter die Kulissen schauen. In seiner Lesung erklärt er, wie seine Figuren und Begebenheiten entstehen. Außerdem zeichnet er sich als brillanter Beobachter seiner Umgebung aus. Es finden sich Örtlichkeiten, Charaktere und Gegebenheiten aus seinem Umfeld in dem Roman wieder. Allerdings beschreibt der Autor sie in einer Weise, dass sich zumindest die Personen nicht unmittelbar erkennen würden. Dafür zeichnet er ein deutliches Bild seiner Stadt Osnabrück. Geboren ist der Schriftsteller in Versmold. Er steigt in das Berufsfeld ein, welches dort beheimatet ist, die Fleischverarbeitung. Doch packt dem studierten Betriebswirt die Leidenschaft für das Schreiben. Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Familie in Osnabrück und in der Hasestadt lässt er Hero Dyck recherchieren. Packend liest er vor und zieht seine Zuhörer in die Geschichte, in der es alles andere als idyllisch zugeht. Abrupt beendet er die Lesung mitten in der spannenden Handlung und so bleibt dem auf den Geschmack gekommenen Publikum wohl nichts anderes übrig, als den Rest selbst zu lesen. Zum ersten Mal hatten sich die Büchereien in der Samtgemeinde zusammengetan, um eine gemeinsame Lesung zu organisieren. Dabei unterstützte sie der Heimatverein Berge zusätzlich, indem Ingo Hollermann als Vorsitzender das Heimathaus als Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Eine Fortsetzung wird es bestimmt geben.

Die Büchereien in der Samtgemeinde: KÖB Berge, Gemeindebücherei Bippen, KÖB Fürstenau, Bibliothek der IGS und Samtgemeinde Fürstenau sowie Pfarrbücherei Grafeld

 
 
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Auf Augenhöhe mit einer echten Autorin

IGS-Bibliothek: Lesung für den sechsten Jahrgang

„Ella und Max … Auf der Spur des Voodoo-Zaubers“, so lautet der Titel des Erstlingswerkes von Monika Dietrich-Lüders. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das komplizierte Geflecht der vielen ungleichen Menschen, die in der Schule lehren und lernen. Kurz gesagt: Es geht um das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Der Autorin und ausgebildeten Lehrerin ist es eine Herzensangelegenheit, die unterschiedlichen Erwartungen und Erlebnisse dieser Menschen darzustellen und auf diesem Wege zwischen ihnen zu vermitteln. Ella und Max, die Helden des Buches, beobachten ihren Mitschüler Georg. Dass sie es dabei mit Voodoo-Zauberei zu tun bekommen würden, hätten sie nicht erwartet. Gleichwohl geraten die Freunde in einen Konflikt, als es darum geht, die unsympathische Englischlehrerin vor einem Verbrechen zu schützen. Monika Dietrich-Lüders erzählte die außergewöhnliche Geschichte dem sechsten Jahrgang der IGS. Natürlich verriet sie nicht alles und schon gar nicht das Ende des Abenteuers. Viele Fragen hatten ihre Zuhörer. Dabei erfuhren sie, dass die Autorin bereits viele Hörbücher produziert hat. Und am Ende gab es für alle ein Autogramm. Dank gilt den Eltern im Jahrgang und dem Förderkreis der IGS. Sie ermöglichten das tolle Leseerlebnis finanziell.

 
 
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Gebrauchte Schulbücher

Hallo liebe Schülerinnen, Schüler und Eltern! Ein Tipp: In der Bibliothek der IGS gibt es viele der Bücher, die ihr benötigt, – vor allem für die Sekundarstufe II – gebraucht zu kaufen. Das ist natürlich günstiger, als ein Buch neu zu erwerben. Also schaut am besten erst einmal in der Bibliothek vorbei, ob das Buch, was ihr braucht, dort nicht günstig zu bekommen ist!

 
 
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Lesung: „Gott ist nicht nett!“

Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ zu Gast in der Bibliothek

Mitten in er Krise der katholischen Kirche und den Wirbel um Papstrücktritt und Papstwahl meldet sich Pater Heiner Wilmer zu Wort. Der provozierende Titel seines neuen Buch lautet „Gott ist nicht nett“. In einem Interview mit dem Kirchenboten sagt er: „Es geht mir um die Frische des Glaubens, um eine neue Tiefenbohrung zur Quelle.“ Sicher wird er für Diskussionspotenzial sorgen. Die Lesung mit dem ehemaligen Schulleiter des Gymnasiums Leoninum Handrup findet am 29.05.2013 um 19.00 Uhr in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde statt. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung unter Telefon 05901/93 11 42 oder per Email an buecherei@igs-server.org gebeten.

 
 
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Von einem, der einen schweren Weg ging

Lesung mit Heinrich von der Haar

Eine Kindheit im Münsterland? Darunter stellt sich ein jeder das pure Glück von warmen Sommerabenden in Heuschobern, rustikalen Mahlzeiten und Geborgenheit in bäuerlich-familiärer Umgebung vor. Aber davon ist Heinrich von der Haar weit entfernt. Seine Lesung am Vorabend zum Welttag des Buches in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde erschütterte die Zuhörer. Sein Protagonist Heini wächst in einer kinderreichen Familie auf. Sein Vater bewirtschaftet einen kleinen Hof, der die Familie kaum ernähren kann. Immer, wenn ein weiteres Kind geboren wird, befürchten die Geschwister, an eine kinderlose Tante abgegeben zu werden. Rigorose Erziehungsmaßnahmen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Heini tut sich schwer, die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen. Er möchte ausbrechen, erzeugt dadurch aber stets nur weitere Konflikte. Als ihn ein Betreuer der Christlichen Arbeiterjugend missbraucht, bricht er mit der Kirche. Er kann sich seinen Eltern nicht anvertrauen. Die wiederum erkennen seine Signale nicht und halten ihn für einen Versager.
„Mein Himmel brennt“ heißt der erste Roman und ist das Debutwerk von Heinrich von der Haar. Der Nachfolger „Der Idealist“ ist jüngst erschienen. Auch daraus las der Autor vor und schloss damit an den ersten Teil der Lesung an. Heini ist es mit einem Trick gelungen, das Abitur zu machen. Jetzt macht er sich auf in die Freiheit nach Berlin, um zu studieren. Das studentische Berlin Anfang der siebziger Jahre hat nichts mit der Welt zu tun, in der er bisher gelebt hat. Und auch hier stößt der sich nach Gerechtigkeit sehnende Heini an. Beide Romane haben autobiographische Züge, sind aber nicht gänzlich ein Bericht über die Jugend des Autors. „Ich habe mir die dichterische Freiheit genommen, eine spannende Geschichte zu schreiben“, informierte Heinrich von der Haar sein Publikum. Eine intensive Diskussion schloss sich an die Textlesungen an. Insbesondere die glücklose Kindheit des Heini berührte die Zuhörer. Manch einer fragte sich, ob der Roman tatsächlich in der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts angesiedelt sei. Der Leser würde ihn eher 200 Jahre zurückdatieren. Ausgerechnet ein Konsortium von sieben Bischöfen plant jetzt die Verfilmung des ersten Romans. Darüber wunderte sich nicht nur der Autor. Auch das Publikum, die „von der Haars“ unter ihnen und die, die in der von der Haar-Straße leben, sind gespannt auf das verfilmte Werk „Mein Himmel brennt“.

 
 
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Stimmhaft – Logopäden spendierten neue Spiele für die Bibliothek

Britta Meyer-Baltes und Reiner Baltes von der Logopädie-Praxis „Stimmhaft“ in Fürstenau überbrachten ein gut gefülltes Paket mit neuen Spielen und auch Bilderbüchern. Die Spiele sind insbesondere für Kinder mit Down-Syndrom bestimmt. Gleichwohl macht es natürlich der ganzen Familie viel Spaß, die Spiele zu spielen. Und quasi nebenbei fördern sie die motorische und sprachliche Entwicklung der kleinen Spieler. Die Bücher gehen liebevoll und einfühlsam auf die Thematik „Down-Syndrom“ ein. Die Spiele und die Bücher stehen ab sofort in der Bibliothek zur Ausleihe bereit. Die Spende ist eine Nachbereitung der Ausstellung „Außergewöhnlich“, die Menschen mit Down-Syndrom mit Hilfe eines Fotoporträts darstellte und im vergangenen Winter in den Schaufenstern verschiedener Geschäfte in der Fürstenauer Innenstadt für Aufmerksamkeit sorgte.

 
 
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Büchereistarter-Set Leo Lesepilot und Büchereiführerschein für Schwagstorfer Grundschüler

Mit dem Büchereistarter-Set Leo Lesepilot und einem Büchereiführerschein kehrten die Schüler der Klassen eins und zwei der Grundschule Schwagstorf zurück in ihre Schule. Gleichwohl erkundeten sie vorab gründlich die Bibliothek. Die Leseanfänger lernten, das passende Buch in den vielen Regalen zu finden. Sie begutachteten das Ausleiheverfahren mit Barcode und Scanner. „Wie im Supermarkt!“, erkannte ein Erstklässler richtig. Und sie genossen Büchereiatmosphäre mit dem zum ersten Mal ausgeliehenen Buch und viel Zeit zum Schmökern in den Lesesofas oder den Sitzkissen. Zum Abschluss legten die 32 Grundschüler mit Hilfe der völlig harmlosen, aber nervös machenden Bibliotheksbombe die Führerscheinprüfung ab. Während diese wie eine Eieruhr tickt, assoziierten die gut informierten Bibliotheksneukunden richtige Begriffe zu Schule und Bücherei. Am Ende hatten die Lehrerin Karin Schräder und die Referendarin Christine Arens-Westerlage ihre liebe Not, die begeisterte Mannschaft zum Aufbruch nach Hause zu bewegen. Das Büchereistarter-Set mit Nippes und einer tollen Tasche für den Transport für Bücher finanzierte freundlicherweise die Kreissparkasse Bersenbrück. Alle Erstklässler der Samtgemeinde Fürstenau erhielten ein Set. Die Bibliotheken im Verbund der Samtgemeinde übernahmen die Verteilung.

 
 
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Putzfrau Ilona goes onleihe

Putzfrau Ilona putzt die Bibliothek. Der Job bringt es mit sich, dass sie sich gut auskennt. Sie durchschaut das Prinzip Onleihe und gibt es gerne in einer ganz speziellen Art und Weise an die Kunden der Bibliothek weiter. Was verbirgt sich hinter www.nbib24.de? Was sind denn eigentlich elektronische Bücher? Und wie kann man die in der Bibliothek ausleihen? Was sind EBook-Reader und warum muss man die Bücher nicht mehr zurückgeben? Am Donnerstag, den 11.10.2012, geht Putzfrau Ilona onleihe. Der witzige Vortrag beginnt um 19.00 Uhr in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde, Schorfteichstraße 21. Der Eintritt ist frei.

 
 
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So machen Bilderbücher richtig Spaß!

Logopäde Reiner Baltes informierte

Bilderbücher sind oftmals kleine Kunstwerke. Sie faszinieren durch liebevolle Zeichnungen, durch intensive Farben und Formen und durch übersichtliche Geschichten. Zum Einsatz kommen die Bilderbücher vor allem in Kinderzimmern. Sie bereiten ihren jungen Lesern viel Spaß und helfen ihnen, das Sprechen zu erlernen. Aber das funktioniert nur, wenn sich die Begleiter an bestimmte Regeln halten. Jetzt informierte der Logopäde Reiner Baltes in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde über die korrekte Vorgehensweise, um sich gemeinsam mit den Jüngsten Bilderbücher anzuschauen. Zunächst ging er auf den komplizierten Prozess des Spracherwerbs von Kindern ein. „Nie wieder erlernt der Mensch in relativ kurzer Zeit eine derart komplexe Fähigkeit“, betonte der Logopäde. Dieser Prozess verdiene kompetente Unterstützung. Reiner Baltes zeigte an verschiedenen Beispielen, wie sich Fehler beim gemeinsamen Bilderbuch anschauen einschleichen können. Dem Publikum fielen die Fehler auch gleich auf. Die Erwachsenen lassen den jungen Betrachtern kaum Zeit und Raum. Sie messen das Betrachten an Spielregeln der Erwachsenen und entnerven sie mit einem permanenten Redeschwall. Kein Wunder, wenn sich die Kinder dann zurückzögen und keine Lust mehr auf Bücher hätten. Gelinge es den erwachsenen Mitlesern dagegen, geduldig zu sein und den kindlich-unkonventionellen Umgang der Kleinen mit Bilderbüchern zu akzeptieren, erleben die Jüngsten eine förderliche Erfahrung. Da darf das Kind das Tempo bestimmen oder die Buchseiten in willkürlicher Reihenfolge betrachten. Wohldosierte und sprachförderliche Fragen wie „Was passiert denn da?“ gäben dem Kind Gelegenheit, das Sprechen zu üben und den Wortschatz zu erweitern. Zudem müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehöre insbesondere eine ritualisierte, ruhige Atmosphäre. Fernseher, Radio oder Telefon nebenbei seien tabu. Wenn es dem Begleiter des Kindes gelinge, mit Herz und Geist auf Augenhöhe Bilderbücher zu vermitteln, profitieren beide Parteien davon, betonte Reiner Baltes. Übrigens: Auch die jungen Bibliothekskunden profitierten von dem Vortrag, denn Reiner Baltes spendete den Eintritt der Bibliothek für neue Bilderbücher.
Informationsmaterial und ein Leitfaden zum Thema Vorlesen liegen in der Logopädie-Praxis Baltes und in der Bibliothek aus. Die Info-Veranstaltung fand im Rahmen der Projekte lOSlesen und Lesestart Niedersachsen mit Unterstützung der Büchereizentrale Niedersachsen statt.

Mit freundlicher Unterstützung einer Dame aus dem Publikum demonstrierte der Logopäde Reiner Baltes einen guten Umgang mit jungen Lesern und ihren Bilderbüchern (Foto: S. Knocke).

 
 
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Mit dem magischen Baumhaus auf Abenteuerreise

Alle Schüler des fünften Jahrganges begaben sich mit Nicole Wollschläger auf eine fantastische und ungewöhnliche Reise. Die Schauspielerin las aus den beliebten Büchern der amerikanischen Autorin Mary Pope Osborne vor und entführte ihre jungen Zuhörer auf diesem Wege in den Regenwald am Amazonas. Dort mussten sie gemeinsam mit Anne und Philip, den beiden Helden der Baumhaus-Abenteuer, Gefahren überstehen und manches Hindernis überwinden. Und natürlich galt es, den Auftrag der Zauberin Morgane zu erfüllen. Auch für König Artus und die Ritter der Tafelrunde zogen die Schüler mit Anne und Philip in die Anderswelt, um drei verschollene Ritter zu retten. Eine große Stellwand mit dem abgebildeten Baumhaus, wie es die Leser vom Buchcover kennen, sorgte für Atmosphäre in der Bibliothek. Nicole Wollschläger fesselte ihr Publikum geschickt und es gelang der Schauspielerin, ihr Publikum in die spannenden Abenteuer hineinzuziehen. Am Ende lösten die jungen Zuhörer viele Rätselfragen zu den Geschichten und erhielten aus einer Schatzkiste ein Bonbon zur Belohnung. Dank gilt dem Förderkreis der IGS, der Volksbank Osnabrücker Nordland e. G. und den Eltern des Jahrganges, die die mitreißende Lesung finanziell ermöglichten.

Nicole Wollschläger bei der Lesung aus dem Magischen Baumhaus (Foto: S. Knocke)
 
 
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Fürstenau: Eine Stadt erinnert sich

Kolja Mensing las aus seinem Buch „Die Legenden der Väter“

Eine junge Fürstenauerin und ein polnischer Besatzungssoldat im Sommer 1945, eine verhängnisvolle Beziehung, so viel ist klar. Wenn dann noch ein Kind aus dieser Beziehung hervorgeht, ist der Skandal perfekt. Der Skandal belastet die Familie Mensing. Niemand spricht gerne darüber. Der Enkel, Kolja Mensing, spürt instinktiv, dass hinter den märchenhaften Erzählungen seines Vaters über Fürstenau ein Geheimnis steckt. Nach und nach erfährt Kolja von der unglücklichen Liebe seiner Großeltern und begibt sich auf Spurensuche. Das Ergebnis ist ein Buch. Und dieses Buch führt viele Fürstenauer zurück in unruhige Zeiten und versetzt sie 55 Jahre später in den Ausnahmezustand. Sie begeben sich auf Zeitreise. Deshalb ist die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde bis auf den letzten Platz besetzt, als Kolja Mensing aus seinem Buch „Die Legenden der Väter“ liest. Viele kommen von weit her aus Osnabrück und sogar aus dem Sauerland zurück in die ehemalige Heimat. Bereits seit Wochen klingelt das Telefon unentwegt und das Email-Fach der Bibliothek ist immer voll. Die Buchhändler vermelden beachtliche Verkaufszahlen. Die Menschen sind betroffen. Sie kennen die Namen, die Örtlichkeiten oder haben Ähnliches selbst oder in ihrer Umgebung erlebt. Und so darf der Autor gar nicht lange vorlesen, obwohl er die Geschichte des Kennenlernens der Großeltern mitreißend vorträgt. Das Publikum drängt auf den Dialog und den Austausch von Geschichten, Gedanken, Anmerkungen und Fragen. Kolja Mensing geht mit viel Fingerspitzengefühl auf die vielen Bemerkungen und Fragen ein. Am Ende sammelt er so viele Hinweise, dass möglicherweise ein weiteres Buch entstehen könnte. Bürgermeister Herbert Gans wirbt in seiner Begrüßung für Verständnis für das junge Paar im Sommer 1945. „Grauen und Tod des Krieges sind vorbei. Die Natur fordert ihr Recht. Neues Leben muss entstehen“, so der Bürgermeister. Als Zeichen seiner Anerkennung steckt er dem Schriftsteller das Fürstenau-Emblem an und bezeichnet ihn als Enkel Fürstenaus. Und wie empfindet Kolja Mensing das Fürstenau aus den Erzählungen seines Vaters? „Fürstenau gleich Mittelerde“, beschreibt er seine kindlich-fantastischen Vorstellungen. Aus der Sicht des Erwachsenen von heute ist es eben eine normale kleine Stadt. Aus der Sicht der Historiker ergibt sich eine Besonderheit. Kolja Mensing vergleicht es mit den berühmten Asterix-Erzählungen nach dem Motto: „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein!“ Ebenso verhält es sich mit Norddeutschland. Das gesamte Gebiet ist von Engländern besetzt? Nein: Die Region Osnabrück-Emsland steht in der Nachkriegszeit unter polnischer Besatzung: eine Tatsache, die mit den Jahren in Vergessenheit geraten ist.


Natürlich musste der Autor seine Bücher signieren. Die Besucher seiner Lesung suchten aber vor allem das Gespräch mit Kolja Mensing (Foto: Simone Knocke).
 
 
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Lesevergnügen für ein ganzes Jahr!

Sie suchen ein passendes Geschenk zu Weihnachten? Sie möchten vielleicht ein gutes Buch als Geschenk wählen?

Verschenken Sie eine Bibliothekskarte!

Die Karte berechtigt den Inhaber, ein ganzes Jahr lang das Angebot der IGS- und Samtgemeindebibliothek zu nutzen. Dazu gehören nicht nur aktuelle Zeitschriften und Romane, sondern auch die Nutzung der Online-Bibliothek NBib24 – Niedersächsische Bibliotheken 24 Stunden online. Rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, steht ein breites Spektrum an elektronischen Medien für Lesegeräte wie MP3-Player, iPad oder eBook Reader zum Herunterladen zur Verfügung. Außerdem können die Kunden der Bibliothek via Fernleihe spezielle Sachliteratur oder Belletristik bestellen.

 
 
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Bücher-Kids treffen sich!

Wer möchte spannende Geschichten hören?
Vorlesen für Vorschulkinder und Schüler der 1. und 2. Grundschulklassen in der Bibliothek
Nächster Termin: 08.05.2012 (jeden 2. darauf folgenden Dienstag – außer in den Ferien!)
 
 
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Bundesweiter Vorlesetag an der IGS

Die Stiftung Lesen und die „Zeit“ initiieren den bundesweiten Vorlesetag immer an einem Freitag im November. In der gesamten Bundesrepublik lesen Menschen anderen, meist jüngeren Menschen, etwas vor. Vorlesen ist ein Genuss für Leser und Zuhörer. Und auch der 5. Jahrgang der IGS war in diesem Jahr wieder dabei. Die Teilnahme war für die Schüler freiwillig. Sie durften sich aus einer Liste von Vorlesern und deren Leseangebot das für sie interessanteste aussuchen. Für eine Schulstunde ließen sich die jungen Zuhörer mit der von ihnen gewählten Geschichte verwöhnen. Diakon Ralf Mehnert las „Papa Weidt: Er bot den Nazis die Stirn“. Gärtnermeister Hartmut Münch entführte seine Zuhörer in die skurrile Welt von Philip Ardaghs Geschichte „Schlimmes Ende“.
Sonja Ahrend, Vertreterin der Samtgemeinde, stellte in der Bibliothek den allseits beliebten Krimi „Ein Fall für Kwaitkowski“ vor. Anita Dirkmann präsentierte Geschichten auf plattdeutsch. Und Karl-Heinz Dirkmann erzählte spannende Sagen aus der Region. Von der Schulleitung lasen Gerald Wieziolkowski und Hildegard Jubt aus „Gregs Tagebuch“ vor. Damit sicherten sie sich die Sympathie der Zuhörer, denn die witzige Comic-Geschichte steht bei den Schülern hoch im Kurs. Übrigens: Vorlesen kann man (fast) immer und überall und nicht nur am Vorlesetag.

 
 
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Schulbücher als Spiegel der Schulgeschichte

Eine Ausstellung zeigt ihre Entwicklung

Schulleiter Gerald Wieziolkowski eröffnete die Schulbuchausstellung anlässlich des 40jährigen Bestehens der IGS. In der Bibliothek gibt es bis Weihnachten Schulbücher aus fast einem Jahrhundert zu sehen. Die ältesten Bücher stammen noch aus Kaisers Zeiten. Die jüngsten sind bereits keine wirklichen Bücher mehr. Virtuelle Medien nennt man sie. Für die Schüler von heute sind diese neuen Medien längst Alltag. Anita Dirkmann, Erika Hahn, das Ehepaar Koralewski und Uli Neumann stellten freundlicherweise Exemplare aus privaten Sammlungen zur Verfügung. Andere Exemplare stammen aus Bibliotheksbeständen.


Der Schulleiter las seinem Lateinkurs aus einer alten Ausgabe der Odyssee vor. Alte und neue Schulbücher faszinierten die Schüler (Foto: Simone Knocke).
 
 
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Erziehung ist Beziehung

Jan-Uwe Rogge referierte

Sein Ruf eilte ihm voraus. Jan-Uwe Rogge genießt als Experte in Erziehungsfragen und als Familientrainer hohe Anerkennung. Als Referent steht er für informative und unterhaltsame Vorträge. Nachdem sich infolgedessen wahre Besucherströme angekündigt hatten, fand die Veranstaltung nicht in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde, sondern im Forum statt. Und gleich zu Beginn startete Jan-Uwe Rogge ein Feuerwerk aus Humor, Rhetorik, Erfahrung und Wissen. „Lachen Sie!“, befahl er. „Denn morgen haben Sie nichts mehr zu lachen.“
Er muss es eigentlich wissen. Schließlich berät er seit vielen Jahren Jugendliche und ihre Eltern, um Probleme zu lösen und ihnen den Alltag zu erleichtern. Pubertät nennt man die Zeit, in der es in den Familien häufig mächtig knirscht. Und was sagte der Experte dazu? Er berichtete von dem Hummer, der als einziges Tier diese Phase erlebt. Er streift den schützenden Panzer ab, um zu wachsen. Dazu zieht er sich in eine dunkle Höhle zurück. „Wenn Fleisch und Panzer wieder zusammenpassen, verlässt er die Höhle und ist erwachsen.“ Dieser Vergleich erschien den Eltern sofort plausibel. Sie kennen diese Höhlen, die man auch Kinderzimmer nennt. Jan-Uwe Rogge berichtete von Hormonen, Diskussionen, Schulproblemen und Exzessen. Dabei bemühte er Bilder, Zitate, Begebenheiten aus seiner Praxis und sogar die Bibel. Er setzte die Geschichte vom verlorenen Sohn mit dem 16jährigen Teenager gleich, der morgens um 5.00 Uhr völlig betrunken von der Polizei an der elterlichen Haustür abgeliefert wird. Er erinnerte die Eltern an ihre eigene Jugend und siehe da: Das verlegene Kichern und so manche gerunzelte Stirn verrieten den Wiedererkennungswert. Immer blieb dem Publikum nichts anderes übrig als herzhaft zu lachen. Großeltern bezeichnete er als wichtige und authentische Partner der Pubertierenden.
Am Ende des Vortrages riet der Experte den Eltern, dankbar zu sein für den Nachwuchs. Eines Tages seien die jungen Leute doch die nächste tolle Generation, die den Stab in die Hand nehmen werde. In Demut sollten sich die Erziehenden üben, um die schwierige, aber völlig natürliche Zeit nicht unnötig zu problematisieren. „Erziehung ist Beziehung“, stellte er fest. Ein Heranwachsender suche die Nähe und den Konflikt, um zu reifen. Dazu brauche er Grenzen und Raum gleichermaßen. Nicht einfach: Aber für die Zuhörer in der IGS ist es kein Problem mehr. Mit einem ordentlichen Schuss Humor geht es gleich viel besser!
Weitere Infos unter: www.jan-uwe-rogge.de

 
 
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Hilfe, mein Papa ist Pirat!

Schriftsteller Wolfram Hänel besuchte IGS-Bibliothek

Was ist zu tun, wenn Papa langweilig ist? Bruno erfindet kurzerhand einen neuen Job für seinen Vater, um die neue Mitschülerin zu beeindrucken. Die wiederum faszinierte Bruno durch ihre grünen Augen mit goldenen Punkten. Ute heißt sie und ist sicher keine Pute, sondern sie hat eine süße Schnute.
Überhaupt mag der Schriftsteller Wolfram Hänel Reime und unterhielt sein Publikum gleich zu Anfang der Lesung mit frechen Gedichten. Aber seine Zuhörer überzeugte er mit Auszügen aus dem Buch „Hilfe, mein Papa ist ein Pirat“. Denn der verliebte Bruno macht aus seinem Vater einen Piraten und sorgt damit für Verwirrung. Doch Ute mit den schönen Augen ist es wert.

            

Der sechste Jahrgang der IGS hatte viele Fragen an den Mann aus Hannover. „Wie wird man Schriftsteller?“ war eine davon. Erlernen kann man den Beruf nicht. „Eine wichtige Voraussetzung ist: Viel sehen, viel hören, viel erleben!“, meinte Wolfram Hänel. Ihm macht sein Beruf im Übrigen unglaublich viel Spaß. Seine Autorenlesung steht in einer langen Tradition der IGS-Bibliothek. Jedes Jahr geben sich bekannte Kinder- und Jugendbuchautoren wie Gudrun Pausewang oder Jürgen Banscherus die Ehre.
Und wieder ermöglichten die Volksbank Osnabrücker Nordland e. G., der Förderkreis der IGS, die Eltern und die Büchereizentrale Niedersachen das Leseevent mit Langzeitwirkung, wenn es um die Leselust geht.

 
 
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Liedermacher bringt Bibliotheksknirpse in Bewegung

Eigentlich macht Robert Metcalf Musik für die Sendung mit der Maus oder den Kinderkanal. Aber in den vergangenen Tagen tourte er durch die Bibliotheken in Stadt und Landkreis Osnabrück. Auch in Fürstenau sorgte er für gute Stimmung. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden, dem Hasen und dem Teddy, und mit Hilfe seiner Melone und seiner Gitarre unterhielt er das junge Publikum prächtig. Die Knirpse erlebten die Premiere für das Singspiel „Der Hoppe-Reiter“. Seine Lieder luden zum Mitmachen, Mittanzen und Mitsingen ein. Aus diesem Grunde hielt es auch die Erwachsenen nicht mehr auf den Stühlen. Der fröhliche Auftritt des Chansoniers war der Auftakt des zweiten Projektes „Mit 2 dabei“ im Rahmen der Projektreihe lOSlesen. Und übrigens: Die Melone kann man nicht essen!
Weitere Infos unter: www.robert-metcalf.de oder www.loslesen-osnabrueck.de.

 
 
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Der JULIUS-Club 2011 ist beendet!

Insgesamt 518 gelesene Bücher in acht Wochen sind ein beachtliches Ergebnis! 92 Teilnehmer erhielten Diplome. 41 Leser bekamen ein „normales“ Diplom. Sie lasen und bewerteten mindestens zwei Bücher anhand eines Fragebogens. 51 fleißige Leser erreichten ein Vielleser-Diplom. Sie lasen und bewerteten fünf und mehr Bücher. Schulsiegerin der IGS ist Maren Rumker. Sie nahm sich in den Sommerferien 16 Bücher vor. Das meist gelesene Buch ist wie erwartet „Coolman und ich“. Es ging über 30 Mal über die Theke der Bibliothek.
In einer kleinen Abschlussparty ehrte Klaus Tisson, Vertreter der VGH-Stiftung, die Sieger und überreichte die Diplome, Geschenke und Gutscheine. Jetzt ist der JULIUS-Club 2011 leider zu Ende. Aber dafür kann jetzt jeder die Bücher des Clubs ausleihen, damit aus dem heißen Lesesommer ein gemütlicher Leseherbst wird.
Und vielleicht gibt es im nächsten Sommer wieder einen JULIUS-Club!