Über die Arbeit der kollegialen Schulleitung der IGS in Fürstenau

Vorweg: Neu im Team sind Kerstin Selter als didaktische Leiterin sowie Ariane Beckmann als Leiterin für die Sekundarstufe I. Sie haben Hildegard Jubt und Sabine Schmieter abgelöst. Hinzu kommen Miriam Curic-Morvan als Oberstufenkoordinatorin, Volker Wohlgemuth als Koordinator, Stephan-Heinrich Flohr als Oberstufenleiter, Josef Thale als stellvertretender Schulleiter und Jürgen Sander als Erster unter Gleichen.

Dem stehen mehr als 1300 Schüler und mehr als 100 Lehrer gegenüber, deren Interessen und Belange abgewogen sein wollen, die mitgenommen werden sollen auf der pädagogischen Reise, die Ansprechpartner brauchen. Kollegial im Team lässt sich das besser regeln, finden die Verantwortlichen der IGS. Zweimal in der Woche stehen deshalb Treffen in der Siebener-Runde auf dem Programm. Dann werden organisatorische Fragen besprochen, Infotage vorbereitet, neue Projekte angestoßen.

Nicht immer sind die Entscheidungen auf den ersten Blick populär, die die kollegiale Schulleitung trifft. So sorgte kürzlich die Anordnung für Aufregung, dass die Schüler sich in den Pausen nicht mehr in den Klassenräumen aufhalten dürfen – mit Ausnahme der Frühstückspause von 9.10 bis 9.30 Uhr. Der Hintergrund: In der Vergangenheit ist es immer wieder zu größeren Schäden gekommen – beispielsweise am Mobiliar. Da die IGS die Klassen nun medientechnisch aufrüsten möchte, befürchtet die Schulleitung, dass auch die neuen Gerätschaften in Mitleidenschaft geraten könnten, wenn sich nichts ändert, wie Ariane Beckmann und Kerstin Selter erläutern. Also sei in Absprache mit den Jahrgangsleitern beschlossen worden, die Klassenräume in den Pausen zu schließen. Im Gegenzug könnten die Schüler nun die Differenzierungsräume nutzen. Überdies werde die Sporthalle montags für die Jahrgänge 5 und 6 sowie mittwochs für die Jahrgänge 7 und 8 geöffnet. Unter der Aufsicht von Lehrern könnten sich die Schüler dort austoben – eine „bewegte Pause“ eben. Inzwischen sei wieder etwas Ruhe eingekehrt, die Schüler würden sich an die neue Situation und die neuen Möglichkeiten gewöhnen.

Ein weiteres großes Thema ist für die IGS derzeit die bereits angesprochene technische Ausstattung der Klassenräume. Hier seien von der Arbeitsgruppe „Medienbildungskonzept“ Vorschläge erarbeitet worden, so Ariane Beckmann und Kerstin Selter. Im Mittelpunkt habe die Frage gestanden, was die beste Ausstattung für Schüler und Lehrer sei – verbunden mit der Ansicht, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Das Ergebnis: Die Arbeitsgruppe schlägt vor, sich von dem Gedanken zu lösen, dass jedes Klassenzimmer über ein Smartboard verfügen müsse. Wichtig sei es, in allen Unterrichtsräumen Beamer und Dokumentenkameras zu installieren, um Arbeitsergebnisse zu präsentieren und zu sichern. Überdies sei W-LAN wichtig.

Auch sonst bewegt sich die IGS in vielerlei Hinsicht mit großer Dynamik. So erarbeitet die Schule derzeit ein neues Raumkonzept für die jeweiligen Jahrgänge. Baulich wird ebenfalls viel passieren. Der Trakt für den 5. und 6. Jahrgang, der noch aus den Gründerjahren der IGS stammt, wird saniert. Das sei dringend notwendig, so Ariane Beckmann und Kerstin Selter. Dass die Ansprüche in den 70er-Jahren andere gewesen seien, lasse sich allein daran ermessen, dass es in den Klassen jeweils nur eine Steckdose gebe.

Ebenfalls neu gestaltet wird die Mensa. Das Mobiliar steht bereits, nun sind Fußboden und Decke dran. Auch die Essensausgabe wird neu gestaltet.

Schließlich ist da noch der Umbruch im Lehrerkollegium, der dazu führte, dass in den vergangenen Jahren gleich im Dutzend neue Mitstreiter ihre Arbeit aufnahmen und Ariane Beckmann, die seit 2006 an der Schule ist, nun zu den „alten Hasen“ gehört. Die neuen Kollegen brächten neue Ideen mit und sähen Dinge, die sich im Alltag der IGS eingeschliffen hätten, nicht als selbstverständlich an. Das sei positiv und führe dazu, sich zu hinterfragen, so Ariane Beckmann, die jetzt ihrerseits zusammen mit Kerstin Selter neu in der Schulleitung ist. Sie sind nun diejenigen, die Antworten geben müssen, die zwischen Tür und Angel angesprochen werden, die versuchen wollen, möglichst wenig falsch zu machen.

Kurzum: Langweilig wird es für die beiden nicht, zumal 2021 das 50-jährige Bestehen der IGS ansteht. Vorerst aber hat der Infotag am 9. Februar Vorrang. Von 10 bis 14 Uhr können sich künftige Schüler und Eltern die Schule anschauen, Fragen stellen und an Aktionen teilnehmen.

Gute Arbeit der Schulen

Über die Schule zu schimpfen und Lehrer schlechtzureden ist in Deutschland Volkssport. Jeder meint, mitreden zu können, weil er zur Schule geht oder gegangen ist. Gern wird gesagt, dass die Schüler früher mehr gelernt hätten und alles besser war. Wer aber bedenkt, unter welch erbärmlichen Bedingungen zum Beispiel Schüler noch bis 1965 in der Bauerschaftsschule in Renslage gelernt haben oder wer sich mit einst praktizierten mechanischen Formen des Lernens – auch als Nürnberger Trichter bekannt – befasst hat, kann das nicht allen Ernstes behaupten.

Die Schulen und ihre Lehrer leisten heute in aller Regel sehr gute Arbeit und stellen sich mit viel Engagement den ständig auftauchenden neuen Herausforderungen – Inklusion, digitales Lernen, sich verändernde familiäre Umfelder. Lehrer müssen nicht nur Schüler unterrichten, sondern oft auch erziehen. Die Schule von gestern würde heute nicht mehr funktionieren. Zu veraltet.

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