Unser neues Comenius- bzw. Erasmus-Projekt

Nach dem erfolgreichen Comenius-Projekt in den Jahren 2008 bis 2010 (siehe unten) ist nun das nächste internationale Projekt in Planung. Mit dem Ablauf des EU-Programms für lebenslanges Lernen 2013 wurden die Comenius-Projekte ab Januar 2014 vom EU-Bildungsprogramm „Erasmus+“ abgelöst. Unser neues Projekt ist also ein Erasmus-Projekt.
In Zusammenarbeit mit unseren befreundeten Schulen aus Finnland, Polen und der Türkei sowie neu dazukommenden Schulen aus Schweden und Dänemark planen Kolleginnen und Kollegen der Fachbereiche Musik, Kunst und AWT der IGS Fürstenau ein neues Projekt. Die Ideenschmiede läuft zurzeit auf Hochtouren, denn bis Ende März muss der Antrag fertiggestellt werden. Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 soll das Projekt dann an den Start gehen.

Volker Wohlgemuth
(Fachbereichsleiter musisch-künstlerische Bildung)

Comenius-Musicalprojekt der Jahre 2008 bis 2010

Da blieb kein Herz verschlossen –
Grandioses Musical-Finale an der IGS

Schüler aus vier Nationen boten ein mitreißendes Musical-Erlebnis im Forum der Integrierten Gesamtschule. Die Musiker zeigten ein frisches, jugendliches Programm und verstanden es geschmackvoll nationale Elemente einzubauen. Besonders beeindruckend war das grandiose Finale. Während sich das deutsche Ensemble auf der Hauptbühne präsentierte, positionierten sich die übrigen Chöre rund um das Publikum. Zunächst sang der IGS-Chor „Kein schöner Land“. Dabei ließen sich die Zuhörer sogar zum Mitsingen verleiten. Dann sangen Solisten aller Chöre nacheinander Teile der „Ode an die Freunde“ in der jeweiligen Landessprache. Geschickt mischten sich die Chöre untereinander, so dass in jeder Gruppe alle Nationalitäten vermischt waren. Sie sangen aus tiefster Seele mit einer unglaublichen Stimmgewalt „Alle Menschen werden Brüder“. Sympathischer und glaubwürdiger kann man den europäischen Gedanke nicht vermitteln. Das überaus gerührte Publikum bedankte sich für das Gänsehaut-Feeling mit einem nicht enden wollenden, frenetischen Stehapplaus. Niemand konnte sich dem Charme der Darbietung entziehen.
Der erste Teil des Musicals gehörte dem IGS-Ensemble. Sie erzählten musikalisch die Geschichte von Emily, dem Mädchen, dass alles hinter sich lässt, um ein neues Leben zu finden. Nach einer langen Reise mit dem Bus, kommt sie auf dem Fürstenauer Marktplatz an. Zufällig wird ein Musikproduzent auf sie aufmerksam und ist verzaubert von ihrer natürlichen Art. Er engagiert sie. Dabei gerät die eingebildete Stella, die sich Hoffnungen auf die Hauptrolle gemacht hat, ins Hintertreffen. Die Fürstenauer überzeugten mit einer lebhaften Choreographie, starken Solostimmen und einer gut abgestimmten Chor- und Orchesterarbeit. Die Marktszene wirkte heiter und real. Zur Nacht hin entzündeten die Darsteller ein Feuer – aus Sicherheitsgründen natürlich elektrisch – und versammelten sich darum. Kleine Showeinlagen lockerten die Szenen auf.
Jongleure des Schulzirkus warfen kunstvoll Keulen durch die Luft. Müllmänner, die in den frühen Morgenstunden den Markplatz säuberten, trommelten rhythmisch auf Mülltonnen, Papierkörben und Flaschen.
Der zweite Teil der Vorstellung oblag den Gästen. Die Türkei verführte durch ihren orientalischen Charme. Die rhythmische Musik und eine traditionelle Tanzgruppe führte das Publikum in eine andere Welt. Alle Chöre und Solisten beeindruckten durch starke Stimmen. Der polnische Chor wirkte eher ernst, bot aber musikalisch starke Musik. Die Finnen begannen mit einem folkloristischen Lied. Die weiteren Lieder wirkten sehr jugendlich, erinnerten gar an Rockmusik.

Bilder, die an eine große Leinwand projiziert wurden, unterstrichen die Aussage der Texte. Auch die Ballettperformance einer einzelnen Tänzerin intensivierte den Ausdruck des Gesanges. Die polnischen Schüler sangen für Frieden und ein besseres Miteinander. Dann kam das alles überragende Finale mit dem gelungenen Zusammenspiel aller vier Chöre. Beethoven und Schiller wären über die außergewöhnliche Darstellung ihrer „Ode an die Freude“ sicher stolz gewesen.
Kaum erschöpft von der zweieinhalbstündigen Vorstellung verabredeten sich die jungen Leute aus den unterschiedlichsten europäischen Ländern gleich zu einer Party. Es sei ihnen gegönnt, denn auch das ist Völkerverständigung. Und Europa ist mehr als nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. 

       

Zeit für Land und Leute

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Zeit für Land und Leute muss sein, auch wenn sich eigentlich alles nur um das gemeinsame Musizieren dreht. Die Schüler des Musicalteams der Integrierten Gesamtschule genießen die orientalische Silhouette der Blauen Moschee in Istanbul. Nicht nur das Wetter sondern auch die Laune ist trotz der langen Arbeitstage bestens. Mit dieser guten Nachricht via Email aus der Türkei mögen sicher nicht nur alle besorgten Mütter beruhigt sein. Letzte Woche machte sich die Gruppe auf den Weg in das ferne Land. Am Dienstag kehren sie heim aber nur, um gleich wieder die Koffer für die Reise nach Polen zu packen. Eine Tournee ist nun mal aufregend und zugleich anstrengend und kilometerintensiv.

Auf den Weg in die Türkei …

. . . machte sich das Musicalteam der Integrierten Gesamtschule Fürstenau.

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Schulleiter Gerald Wieziolkowski und Bürgermeister Herbert Gans verabschiedeten die Schüler direkt am Bus. Die Tournee im Comenius-Projekt kommt jetzt richtig in Fahrt. Nach der ersten Aufführung Anfang Mai in Finnland folgt nun der Auftritt der vier Nationen in der Türkei. Die Fürstenauer haben nach ihrer Rückkehr in einigen Tagen nur einen Tag Verschnaufpause. Dann geht es gleich weiter nach Polen. Und anschließend treffen sich alle Musiker in Fürstenau zur Aufführung des Musicals „Emiliy“.
Es gibt noch Karten im Vorverkauf.

Sonntagsprobe mit Bürgermeister
Musicalteam bekam Besuch

Wenn sich der Bürgermeister am Sonntagmorgen bei herrlichstem Sonnenschein gegen 11.00 Uhr im leichten Sommeroberhemd und sportlicher Baumwollhose auf dem Weg durch das Städtchen macht, könnte man meinen, er sei auf einen gepflegten Frühschoppen aus. Oder vielleicht besucht er einen Jubilar? Nichts davon war der Fall. Er ging direkt zur Schule. Und wieder mag man sich fragen: Am Sonntag? Ja, am Sonntag, denn in der IGS probte das Musicalteam. Dem Team stand eine anstrengende Zeit bevor.

Nach dem Auftritt in Finnland im Mai folgt jetzt die Tournee in die Türkei und nach Polen. Am 21. und 22. Juni treffen sich die vier Nationen zu einem gemeinsamen Auftritt in Fürstenau. Anlass genug für Bürgermeister Herbert Gans, seiner „Truppe“ seine Aufwartung zu machen. Und bei einer kurzen Ansprache sprach er den Schülern seine Hochachtung aus. Er bewunderte ihr Engagement. Schließlich könnten sich die Jugendlichen bei dem schönen Sommerwetter ebenso im Freibad vergnügen, so der Bürgermeister. Er bezeichnete das Projekt treffend als eine riesige Sache. Außerdem beurteilt er die Sache als eine Wertsteigerung des Schulstandortes IGS in Fürstenau. Allen Beteiligten wünschte er ein unvergessliches Erlebnis. Zu guter letzt lobte er den außerordentlichen Einsatz der Musikpädagogen.Sonntagsprobe

Zwar nahmen die Schüler den Bürgermeister herzlich in ihrer Mitte auf, ließen ihm aber nicht viel Zeit für viele Worte. Schließlich mussten sie sich auf die kommenden Auftritte vorbereiten. Das Bühnenbild passte zum ersten Mann in der Stadt. Der Marktplatz Fürstenaus, projiziert auf eine große Leinwand oberhalb der Bühne, zeigte sich in verschiedenen Gesichtern zu Marktzeiten, am Nachmittag und im Dunklen mit beleuchteten Häuserfassaden. Und einen Jubilar beehrte der Bürgermeister dann doch noch. Frank Pampel, einer der führenden Köpfe des Musicals hatte an dem Sonntag Geburtstag. Allerdings reichte die Jahreszahl eigentlich nicht für einen Besuch von offizieller Seite. Aber wenn der Bürgermeister schon mal da ist, gratuliert er natürlich auch. Ob Herbert Gans im Anschluss an den Besuch der Musical-Proben doch noch zu seinem Frühschoppen gekommen ist, ist nicht bekannt.

Musical mit vier Nationen

IGS Fürstenau realisiert Mammut-Projekt

Vier Nationen treffen sich im Juni in Fürstenau, um gemeinsam das Musical „Emily“ aufzuführen. Federführend für das Mammut-Projekt ist die Integrierte Gesamtschule.
Die Idee formte sich bereits vor einigen Jahren bei einem Aufenthalt in der Partnerschule in Polen. Der Polenaustausch gehört zur guten Tradition. Lehrer Clemens Wolf pflegt den Kontakt seit vielen Jahren. Über Comenius, einer Aktion, bei der Europa im Mittelpunkt steht, sollte ein gemeinsames Musikprojekt mit zunächst drei Nationen organisiert werden. Die Antragstellung scheiterte. Frank Pampel und Volker Wohlgemuth, die viel Zeit und Energie in die erste Antragstellung investiert hatten, wollten schon aufgeben. Aber irgendwie ließ sie die Sache nicht los. Und auch der damals noch neue Schulleiter Gerald Wieziolkowski ermutigte die beiden Lehrer zu einem erneuten Versuch. Er half bei der Antragstellung, da er über Erfahrungen aus einer vorherigen Tätigkeit mit Comenius aufweisen konnte. Und tatsächlich brachte der zweite Anlauf den Erfolg. Die Kultusministerkonferenz stimmte dem Projekt zu. Nach einigem Hin und Her fanden sich vier Schulen in Finnland, Polen und der Türkei und Fürstenau für Deutschland, die das Projekt in die Realität umsetzten.

Im Mai fand die erste Aufführung in Finnland statt. Die Fürstenauer durften einen großen Erfolg für sich verbuchen. Sie überzeugten das anspruchsvolle Publikum mit einem jungen, spritzigen Programm und tollen Solostimmen. „Wir fungierten als Botschafter für ein ganz anderes Deutschland!“, betonte Frank Pampel bei der Rückkehr. Das Bild vom eher alten und langweiligen Deutschen wischten die Fürstenauer mit ihren jungen Musikern und der energiegeladenen Musik einfach weg.
Jetzt werden die Koffer wieder gepackt, denn es geht nach Canakkale, der Trojastadt in der Türkei. Mit nur einem Tag Pause steht dann Polen auf dem Programm. Jedes Land hat eine eigene Choreographie mit nationalen Einflüssen, nur die Ode an die Freude wird jedes Mal zum Schluss in der jeweiligen Landessprache gesungen. Für die Musiker bedeutet die Tournee mit Distanzen bis zu 3000 km quer durch Europa ein großes Engagement. Aber der Zusammenhalt im Ensemble stützt alle Mitwirkenden und insbesondere die jüngsten Musiker aus den unteren Jahrgängen. Dann findet ein Geburtstag auch schon mal im Flieger oder bei einer Probe, die ja immer wieder zwingend notwendig ist, statt.
Am 21. Juni gibt es eine öffentliche Generalprobe im Forum der IGS. Am 22. Juni schließt sich der Bogen in Fürstenau. Die jungen Musiker präsentieren den deutschen Part des Musicalprojektes mit „Emily“. Der Kartenvorverkauf läuft schon auf Hochtouren. Beim Reiseteam am Hohen Tor, im Touristikbüro im Alten Rathaus, in der Buchhandlung Weitzel, im Copyshop in Ankum, in der Verwaltung und in der Bibliothek der IGS können alle Musicalfreunde und solche, die es noch werden wollen, Karten erstehen.

Sensationeller Erfolg auf der Bühne Europas

Finnland
Musical-Team der IGS trat in Finnland auf

Lampenfieber und die Frage „Wird alles gut gehen?“ begleitete das Musical-Team der Integrierten Gesamtschule, als dieses vor einer guten Woche ihr Heimatstädtchen verließ. Aber als völlig unbegründet erwiesen sich alle Sorgen, denn der Auftritt der  Fürstenauer Musiker im finnischen Savonlinna war ein grandioser Erfolg.
Doch vor dem Erfolg steht naturgemäß ein hartes Stück Arbeit. Anstrengende Übungszeiten in Savonlinna von bis zu zwölf Stunden lagen vor Schülern und Lehrern. Schließlich mussten sich die vier Projektnationen aufeinander einstimmen. Da machte der ein oder andere schon mal schlapp, zumal die Reise über viele Kilometer bis ins ferne Finnland ebenfalls an den Kräften zehrte. Außerdem ist ein Auftritt vor 1700 Zuschauern und acht Kameras nicht gerade eine Alltagssituation für die jungen Künstler. Die Solidarität in der Gruppe der Musiker und ein Stückchen Traubenzucker halfen über so manche Krise hinweg. Chorleiter Frank Pampel lobte vor allem, dass sich die älteren Schüler geradezu rührend um die jüngeren kümmerten. Und am Ende der Mühe standen drei Auftritte gemeinsam mit den Musical-Partnern im Comenius-Projekt, der Türkei, Polen und natürlich Finnland.

          
          
          

Höhepunkt der Auftritte dürfte der am Europatag – am 09. Mai – mit noch sechs weiteren europäischen Nationen gewesen sein. Die Wirkung des Auftrittes von Deutschland, vertreten durch das IGS-Musical-Team, sprach für sich. Die finnische Presse überschüttete das Team mit Lob. Es fiel auf, dass die Fürstenauer insgesamt ein sehr junges, frisches Ensemble stellten. Die Musiker konnten sich vor Einladungen kaum retten. Der deutsche Botschafter lud die Gruppe nach Helsinki in die Botschaft ein. Jederzeit dürften sie dort spielen. Im März nächsten Jahres darf das Musical-Team das Chorfestival in Savonlinna bereichern. Und der absolute Clou kam von Chieko Okabe Silvasti, die von den Fürstenauern liebevoll als Madame Butterfly bezeichnet wird. Die japanische Opernsängerin, die heute in Finnland lebt, aber noch gute Kontakte in ihre Heimat pflegt, lud das Team im Dezember 2012 nach Tokyo ein. „Und das ist kein Quatsch!“, kommentiert der sichtlich gerührte Chorleiter Frank Pampel diese unerwartete Reaktion.
Er hatte vorab gemeinsam mit Volker Wohlgemuth unzählige Arrangements komponiert und gestaltet, damit Chor und Band harmonieren konnten. Die Pädagogen und Musiker Claudia Schade und Holger Isfort unterstützen das Team und verhalfen ihm mit zum Erfolg. Am 09. Juni geht es nun gestärkt durch das tolle Erlebnis in die Türkei. Am 21. Juni findet die öffentliche Generalprobe für das Musical „Emily“ unter Mitwirkung der drei Partnernationen im IGS-Forum statt. Am Tag darauf, den 22. Juni, führen die vier Nationen das Musical offiziell auf. Wer sich für die Abendveranstaltungen Karten sichern möchte, sollte sich an die Verwaltung der IGS oder das Reisebüro „Reiseteam“ am Hohen Tor in Fürstenau wenden.

Video „Ode an die Freude“

Nightmares and Dreams – Ode to Joy from Mikko Nikula on Vimeo.

Sensationeller Erfolg auf der Bühne Europas

Finnland
Musical-Team der IGS trat in Finnland auf

Lampenfieber und die Frage „Wird alles gut gehen?“ begleitete das Musical-Team der Integrierten Gesamtschule, als dieses vor einer guten Woche ihr Heimatstädtchen verließ. Aber als völlig unbegründet erwiesen sich alle Sorgen, denn der Auftritt der  Fürstenauer Musiker im finnischen Savonlinna war ein grandioser Erfolg.
Doch vor dem Erfolg steht naturgemäß ein hartes Stück Arbeit. Anstrengende Übungszeiten in Savonlinna von bis zu zwölf Stunden lagen vor Schülern und Lehrern. Schließlich mussten sich die vier Projektnationen aufeinander einstimmen. Da machte der ein oder andere schon mal schlapp, zumal die Reise über viele Kilometer bis ins ferne Finnland ebenfalls an den Kräften zehrte. Außerdem ist ein Auftritt vor 1700 Zuschauern und acht Kameras nicht gerade eine Alltagssituation für die jungen Künstler. Die Solidarität in der Gruppe der Musiker und ein Stückchen Traubenzucker halfen über so manche Krise hinweg. Chorleiter Frank Pampel lobte vor allem, dass sich die älteren Schüler geradezu rührend um die jüngeren kümmerten. Und am Ende der Mühe standen drei Auftritte gemeinsam mit den Musical-Partnern im Comenius-Projekt, der Türkei, Polen und natürlich Finnland.

          
          
          

Höhepunkt der Auftritte dürfte der am Europatag – am 09. Mai – mit noch sechs weiteren europäischen Nationen gewesen sein. Die Wirkung des Auftrittes von Deutschland, vertreten durch das IGS-Musical-Team, sprach für sich. Die finnische Presse überschüttete das Team mit Lob. Es fiel auf, dass die Fürstenauer insgesamt ein sehr junges, frisches Ensemble stellten. Die Musiker konnten sich vor Einladungen kaum retten. Der deutsche Botschafter lud die Gruppe nach Helsinki in die Botschaft ein. Jederzeit dürften sie dort spielen. Im März nächsten Jahres darf das Musical-Team das Chorfestival in Savonlinna bereichern. Und der absolute Clou kam von Chieko Okabe Silvasti, die von den Fürstenauern liebevoll als Madame Butterfly bezeichnet wird. Die japanische Opernsängerin, die heute in Finnland lebt, aber noch gute Kontakte in ihre Heimat pflegt, lud das Team im Dezember 2012 nach Tokyo ein. „Und das ist kein Quatsch!“, kommentiert der sichtlich gerührte Chorleiter Frank Pampel diese unerwartete Reaktion.
Er hatte vorab gemeinsam mit Volker Wohlgemuth unzählige Arrangements komponiert und gestaltet, damit Chor und Band harmonieren konnten. Die Pädagogen und Musiker Claudia Schade und Holger Isfort unterstützen das Team und verhalfen ihm mit zum Erfolg. Am 09. Juni geht es nun gestärkt durch das tolle Erlebnis in die Türkei. Am 21. Juni findet die öffentliche Generalprobe für das Musical „Emily“ unter Mitwirkung der drei Partnernationen im IGS-Forum statt. Am Tag darauf, den 22. Juni, führen die vier Nationen das Musical offiziell auf. Wer sich für die Abendveranstaltungen Karten sichern möchte, sollte sich an die Verwaltung der IGS oder das Reisebüro „Reiseteam“ am Hohen Tor in Fürstenau wenden.

Video „Ode an die Freude“

Nightmares and Dreams – Ode to Joy from Mikko Nikula on Vimeo.

Ein Musical geht auf Reisen

IGS-Schüler starten zur ersten Etappe nach Finnland

comenius-abreise01Ungezählte Proben liegen hinter dem Musicalteam. Viele Emails wanderten durch das Internet zu den Partnern des Comenius-Projektes nach Finnland, Polen und in die Türkei. Etliche Telefonate waren fällig. Kompositionen, Arrangements und Kostüme galt es zu gestalten. Jetzt endlich ist der Startschuss gefallen.
Während die Stadt noch im tiefen Schlaf lag, machten sich morgens früh um 3.00 Uhr IGS-Schüler und deren Lehrer auf den Weg nach Finnland. Via Flugzeug ab Düsseldorf legte das Musicalteam an die tausend Kilometern zurück, um zum ersten Mal gemeinsam mit den internationalen Partnern das lang geplante Musical-Projekt in die Tat umzusetzen.
In der finnischen Stadt Savonlinna findet die Auftaktveranstaltung „M Pro 4“ zu dem Vierländermusical statt. Fernsehteams und Presse aus ganz Europa begleiten das Ereignis. Vertreter der EU kündigten ihren Besuch für den Auftakt an. Und das hat einen guten Grund: Nicht nur, dass das Publikum ausgezeichnete Unterhaltung erwarten darf, laut Comenius-Behörde der Kultusministerkonferenz Bonn handelt es sich bei dem Musicalprojekt mit Beteiligung von vier Nationen um das größte Comenius-Projekt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
In diesen Tagen startet ebenfalls der Vorverkauf für die Musicalinszenierung „Emily“ in Fürstenau. Für die öffentliche Generalprobe am 21.06.10 und für die Hauptaufführung am 22.06.10 gibt es in der Verwaltung der IGS und dem Reiseteam am Buten Porten Karten zu kaufen. Übrigens werden noch Gastfamilien für den Aufenthalt der Musiker in Fürstenau im Juni gesucht. Wer helfen möchte, kann sich in der Verwaltung der IGS unter Tel.: 05901/93 11 0 melden.

Lampenfieber und Sieger

IGS bereitet sich auf das Musical „Emily“ vor

ComeniusISpannung liegt in der Luft. Denn das Musical „Emily“, das im Rahmen des Comeniusprojektes an vier Schulen in vier verschiedenen Nationen ein europaweites Publikum begeistern wird, steht in den Startlöchern. Schulen in Finnland, Polen, der Türkei und für Deutschland die IGS sind mit von der Partie.
Die Proben laufen auf Hochtouren. Bereits im Mai findet die erste Aufführung in Finnland statt. Dort steht sogar eine Vorstellung am Europatag am 10. Mai in der Savonlinna-Hall vor europäischem Publikum auf dem Spielplan.
Und schon gibt es zumindest auf deutscher Seite die ersten Profiteure. Jule und Jürgen Büscher aus Eggermühlen gewannen Freikarten für die Aufführung in Fürstenau am 22. Juni. Sie errieten am Infotag der IGS im Januar annähernd die größte Distanz zwischen den Musicalpartnern. 2419 km liegen zwischen Savonlinna in Finnland und der Trojastadt Canakkale in der Türkei.

MUSICALPROJEKT DER IGS NIMMT FORMEN AN
Zu Gast bei finnischen Freunden – Wiedersehen im Mai 2010
Fürstenau. Vor etwa zwei Jahren kamen die Musiklehrer Frank Pampel und Volker Wohlgemuth von der IGS Fürstenau auf die Idee, ein internationales Musical zu inszenieren. Nach einer arbeitsintensiven Vorlaufphase nimmt das Projekt jetzt konkrete Formen an.
Aus der Idee ist mittlerweile ein Riesenprojekt mit mehreren Hundert Teilnehmern aus vier verschiedenen Ländern erwachsen. Seit etwa einem Jahr arbeitet das Organisationsteam um Volker Wohlgemuth und Frank Pampel nun an diesem Projekt, das erst mit der Unterstützung durch Comenius-Fördergelder verwirklicht werden konnte. Zwischen den vier Partnerschulen aus der Türkei, Polen, Finnland und der IGS Fürstenau ist längst eine Gemeinschaft gewachsen, die inhaltliche und organisatorische Arbeit in Teamarbeit meistert.
Kürzlich fand ein Organisationstreffen der Projektleiter der vier beteiligten Länder im finnischen Savonlinna statt. Vier verschiedene Kulturen und Schulformen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Eine zweiteilige Musikshow im Frühjahr 2010. Das jeweils gastgebende Land inszeniert ein Musical, das Auftritte der drei Gastschulen mit landestypischen Liedern einschließt. Vieles kann in den Ländern selbst organisiert werden, doch besonders für den letzten Teil sind Absprachen mit den anderen Teilnehmern von großer Bedeutung.
Nach den ersten Treffen in Fürstenau, in Çanakkale (Türkei) und Garwolin (Polen) stand zuletzt Savonlinna in Finnland auf dem Reiseplan von vier Musiklehrern der IGS, zu denen auch Holger Isfort und Claudia Schade zählten. Erstmalig wurde das Reiseteam durch zwei Schülerinnen der Oberstufe ergänzt, deren Aufgabe darin bestand, erste Kontakte mit den Schülern der anderen Länder zu knüpfen.
Bereits am Flughafen von Helsinki traf das Team auf die Abordnungen aus Polen und der Türkei. Es folgten drei Tage mit intensiver Projektarbeit und kulturellem Programm. Über Bühnenaufbauten und Musikstücke wurde gesprochen, der Auftrittsort und die Schule besichtigt, auf dem Programm stand ebenso ein Besuch der Burganlage von Savonlinna.
Die vielen musikalischen Darbietungen waren wesentliche Highlights. So boten die finnischen Schüler Musik von Jazz über den Chorgesang bis hin zu Folklore und zeigten damit ihre Vielseitigkeit und Professionalität. Es handelt sich hier um Schüler ab 15 Jahren, die eine Ober-stufe mit musisch-künstlerischem Schwerpunkt besuchen. Schüler und Lehrer sind mit einer beeindruckende Lässigkeit, Spaß und Offenheit gegenüber Neuem dabei. Die Atmosphäre in der gesamten Schule ist sehr harmonisch.
Der Abschied in aller Frühe bedeutete auch gleichzeitig, dass die Arbeit an den Schulen in die letzte Runde geht. Das nächste Wiedersehen am 9. Mai an ebendiesem finnischen Ort ist gleichzeitig die erste Aufführung des Musikprojektes. Dann wartet nicht nur ein großes Publikum, sondern auch internationale Presse auf die Akteure. Doch bis dahin haben die Big Band, das Orchester und die Chor- und Musical-AG der IGS noch viel Arbeit vor sich.

Das 1. Treffen zum Internationalen Musical-Projekt fand
vom 17. bis 19. Nov. 2008 an der IGS statt.

  
  

Vier Nationen im Musical-Fieber

IGS verwirklicht Comenius-Projekt

Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Viele Stunden hatten Frank Pampel und Volker Wohlgemuth, beide Lehrer an der Integrierten Gesamtschule mit dem Schwerpunkt Musik, bereits in einen ersten Projektantrag investiert und eine Absage kassiert. Sie ließen sich aber nicht entmutigen, starteten einen zweiten Versuch und hatten Erfolg. Sie erhielten die Zusage des Comenius-Förderprogrammes der EU über 20 000 €, um in Kooperation mit drei weiteren Schulen in unterschiedlichen Ländern ein Musical zu schaffen.

  

Nun trafen sich die Vertreter der vier Schulen aus vier verschiedenen Nationen in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde zur Auftaktveranstaltung des multinationalen Musical-Projektes. Nachdem die Bigband der IGS die Europahymne gespielt hatte, begrüßte Schulleiter Gerald Wieziolkowki die Gäste aus Finnland, Polen und der Türkei aufs Herzlichste und zeigte sich hocherfreut über die Verwirklichung des spannenden und im Geist des tschechischen Humanisten Comenius völkerverbindenen Projektes.
Bürgermeister Herbert Gans verwies auf das Gedenken an die Opfer der Weltkriege am gerade begangenen Volkstrauertag. Der Blick in die Vergangenheit sollte den Weg in eine gemeinsame und bessere Zukunft weisen. Das Zusammenwachsen der Nationen muss an die Jugend weitergegeben werden.
Die Vertreter der polnischen Schule in Garwolin schauten auf die seit 10 Jahren bestehende Partnerschaft mit der IGS zurück. Sie freuten sich insbesondere darauf in der gemeinsamen Sprache der Musik kommunizieren zu können. Auch die Finnen, die aus dem beliebten Urlaubsort Savonlinna stammen, waren bereits Gäste der IGS und sind jetzt wieder gerne mit dabei. Die türkischen Vertreter aus der am Mittelmeer gelegen Stadt Canakkale hatten mit eine Anreisezeit von 24 Stunden den längsten Weg hinter sich gebracht.

  

Jetzt geht es an die Arbeit. Jede Schule übernimmt ein Teil des Musicals. Die Teile werden letztlich wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammengesetzt. Basissprache ist English. Moderne Kommunikation erleichtert die Arbeit. Dennoch müssen die Teilnehmer sich immer wieder auf den Weg zu den Partnern begeben. Und das ist auch gut so, man möchte sich schließlich näher kommen.
Bigband und Musical-Chor-AG der IGS boten ein schwungvolles Rahmenprogramm und ließen erahnen, was es demnächst zu hören gibt.

Bersenbrücker Kreisblatt, Ausgabe vom 20. November 2009, Seite 20, Resort Lokales

Das Bersenbrücker Kreisblatt berichtete in seiner Ausgabe
vom 21. November 2008 auf der Seite 20 von diesem Projekt.

Karl-Heinz Dirkmann schrieb im
Bersenbrücker Kreisblatt, Ausgabe vom 10. September 2008, Seite 21, Ressort Lokales

VIER LÄNDER, EINE IDEE
Internationales Musical-Projekt an der IGS
Fürstenau. Eine Musicalgeschichte selbst entwickeln und in vier Ländern aufführen – das ist die Aufgabe, die sich die IGS Fürstenau im Rahmen eines Comenius-Projektes mit Schulen in Savonlinna (Finnland), Garwolin (Polen) und Çanakkale (Türkei) gestellt hat. Alle vier beteiligten Schulen sind in kleineren Städten angesiedelt. Sie bilden hier jeweils einen kulturellen Mittelpunkt.
Die IGS Fürstenau hat in den vergangenen Jahren bereits viel beachtete Schülermusicals aufgeführt. Das nun gestartete internationale Projekt stellt jedoch eine neue Dimension dar. Zunächst stellt sich die Aufgabe, eine Rahmenhandlung schauspielerisch zu entwickeln. Dazu entwirft jede Schule regional geprägte Beiträge für Orchester, Bigband, Chor, Tanz und Spiel in der Nationalsprache. Es entsteht so ein internationales Musical, das in allen vier beteiligten Ländern aufgeführt wird. Jede Schule bringt dabei ihre besonderen Fähigkeiten in das Projekt ein.
Koordinierende Zentrale ist die IGS. Viel Arbeit wartet hier auf Volker Wohlgemuth und Frank Pampel, die das auf zwei Jahre angelegte Projekt betreuen. Nichts ist vorgefertigt, alle Beiträge werden in bis zu acht beteiligten Fachbereichen erarbeitet. Dieses Tun umfasst nicht nur die Musik, sondern erstreckt sich über Kulissenbau und Kostümschneiderei, Tontechnik, finanzielle Kalkulation und Arrangementverwaltung bis hin zur Routenplanung für die Aufführungen. Die Schüler lernen dabei sprichwörtlich nicht für die Schule, sondern für das Leben.
Die Idee zu dem nun begonnenen Projekt entstand bei Begegnungen von Vertretern der Stadt Fürstenau und der Stadt Garwolin vor fünf Jahren. Angestoßen durch eine Musikaufführung der weißrussischen Partnerschule des Lyzeums in Garwolin, kam Schulleiter Karl-Heinz Dirkmann sehr spontan die Idee zu einem internationalen Musikprojekt. Eine erste Abstimmung erfolgte noch in Polen und anschließend mit den Musikkollegen in Fürstenau. Viel Vorarbeit war notwendig.
Für die beteiligten Schüler dürfte das Vorhaben ein besonderes Ereignis ihres Schullebens sein. Denn wer reist schon zu einer eigenen Musicalproduktion von Fürstenau über Finnland und Polen bis in die Türkei.