Eine Schule für alle!

Die IGS ist eine Schulform, die Eltern nicht zwingt, schon im 4. Schuljahr eine Entscheidung für einen bestimmten Abschluss treffen zu müssen, sondern den Kindern Zeit lässt, sich zu entwickeln, und den Bildungsweg jedes einzelnen Kindes sehr lange offen hält.
Bei uns gibt es kein Sitzenbleiben und somit kein Scheitern!
Wir wollen fördern, helfen Interessen zu wecken – und mehr als nur Unterricht anbieten. Deshalb sind wir eine Ganztagsschule mit zwei verbindlichen Nachmittagen. Wir bieten das Erreichen aller  schulischen Abschlüsse unter einem Dach an.

Alle Schülerinnen und Schüler werden zunächst unabhängig von ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, ihren individuellen Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen gemeinsam (GE-Profil) unterrichtet und durch differenzierenden Unterricht individuell gefördert. Durch Wahlpflicht- und Wahlunterricht können alle Schülerinnen und Schüler das Fachangebot zunehmend nach Neigungen und Fähigkeiten ergänzen. An die Stelle einer fachübergreifenden Leistungsdifferenzierung nach Schulformen tritt in der IGS Fürstenau eine fachspezifische, also schwerpunktartig auf einzelne Fächer bezogene Fachleistungsdifferenzierung.  Inhalt und Art der Wissensstoffvermittlung sowie die Leistungsbeurteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgen auf der Grundlage einer Kerncurricula.

Klassenbildung und Kurszuweisung

Zum 5. Schuljahr erfolgt keine Aufteilung der Schülerinnen und Schüler nach Schulformen. Selbstverständlich erfolgt auch in der IGS eine Leistungsorientierung, aber eben eine Orientierung und nicht eine Festlegung durch Zuweisung zu einer Schulform. Die Instrumente der IGS sind Profilbildung und Kurszuweisung in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften.
Diese Klasseneinteilungen ermöglichen das gemeinsame Lernen für Schülerinnen und Schüler an einer Schule: eine Schule eben für alle.
Ab dem 7. Schuljahr erfolgt zusätzlich eine Aufteilung in G- und E-Kurse (Grund- und Erweiterungsniveau) in den Fächern Englisch und Mathematik. Ab dem 8. Schuljahr erfolgt eine weitere äußere Fachleistungsdifferenzierung im Fach Deutsch, ab dem 9. Schuljahr zusätzlich für das Fach Naturwissenschaften. Dabei ist es durchaus möglich, dass eine Schülerin oder ein Schüler in den differenzierten Fächern auf unterschiedlichem Kursniveau arbeitet. Wer z. B. in Deutsch in einem E-Kurs ist, kann bei Lernschwierigkeiten in Mathematik in einem G-Kurs sein. Die Kurszugehörigkeit ist bedeutsam für den Abschluss am Ende von Klasse 9 und 10. Nach dem 9. Schuljahrgang können der Hauptschulabschluss oder der Abschluss der Förderschule im Schwerpunkt Lernen erworben werden. Für den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss benötigt man mindestens zwei E-Kurse. Der Erweiterte Sekundarabschluss I, der den Zugang zur gymnasialen Oberstufe ermöglicht, erfordert in der Regel vier E-Kurse. Die Zuweisung zu Beginn des 7. Schuljahres legt noch nichts fest. Bis zum 10. Schuljahr sind auf Beschluss der Klassenkonferenz halbjährlich Kurswechsel möglich.
Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler die Chance, sich im Laufe der Schuljahre weiter zu entwickeln und einen höheren Abschluss zu erreichen. Die Tür dazu bleibt lange offen.

Schullaufbahnstationen

5./6. Schuljahr: Klassenunterricht in allen Fächern
6. Schuljahr: Beginn der 2. Fremdsprache (Latein oder Französisch)
7. Schuljahr: Beginn der G- und E-Kurse in den Fächern Englisch und Mathematik, Wahl eines Wahlpflichtfaches aus den Fächern Naturwissenschaften, 2. Fremdsprache, Gesellschaftslehre, Arbeit-Wirtschaft-Technik, Kunst, Sport ⇒ Mehr Informationen zum Wahlpflichtbereich finden Sie hier.
8. Schuljahr: Beginn der G- und E-Kurse im Fach Deutsch
9. Schuljahr: Beginn der G- und E-Kurse im Fach Naturwissenschaften, Fortführung des Wahlpflichtfaches oder Wahl eines neuen Faches, Umorientierung bei den Klassen und Kursen mit Blick auf den möglich erscheinenden Abschluss
10. Schuljahr: Abschlussorientierung hinsichtlich des Sekundarabschlusses I bzw. des Erweiterten Sekundarabschlusses I mit der Berechtigung zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe
11. Schuljahr: Beginn der gymnasialen Oberstufe

Abschlüsse in der Sekundarstufe I

Nach dem 9. Schuljahr kann man die IGS mit einem Hauptschulabschluss oder einem Abschluss der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen verlassen. Nach dem 10. Schuljahr können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I je nach Kurszugehörigkeit und Notenbild erreicht werden:

Sekundarabschluss I

  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss
  • Erweiterter Sek I-Abschluss, der zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe an der IGS oder einem Gymnasium berechtigt

Wichtig: Wer den Erweiterten Sekundarabschluss I erreicht hat, aber noch keine 2. Fremdsprache erlernt hat, kann trotzdem in die Oberstufe überwechseln. Dort muss er dann mit der 2. Fremdsprache beginnen.
Die Mindestanforderungen für die jeweiligen Abschlüsse erfahren Sie hier. Ferner können Sie sich hier über Ausgleichsregelungen bei Minderleistungen informieren.

Ganztagsschule

Wer die IGS Fürstenau besucht, ist verpflichtet an zwei Nachmittagen an Angeboten der Schule teilzunehmen. Darüber hinaus kann man auf freiwilliger Basis an den anderen drei Nachmittagen aus der Vielzahl der Angebote wählen. Die Anwesenheitsverpflichtung besteht in 30 Fachstunden und vier Ganztagsstunden. Die Ganztagsstunden dienen dem Lerntraining, ergänzen also den Fachunterricht dadurch, dass Schülerinnen und Schüler angeleitet werden, Aufgaben selbstständig zu erledigen. Außerdem werden hier Unterrichtseinheiten des sozialen Lernens durchgeführt. Zusätzlich finden im Ganztag Arbeitsgemeinschaften unterschiedlichster Art statt.

Förderung an der IGS

  1. Begabtenförderung
    Die IGS Fürstenau ist die Leitstelle der Hochbegabtenförderung des Schulverbundes in der Samtgemeinde Fürstenau.
  2. Lerntraining
    Im Bereich der Ganztagsschule haben alle Schülerinnen und Schüler bis zu vier Stunden Lerntraining bei ihren Tutoren. In diesen Stunden erhalten sie ein Lern- und Sozialtraining, das sie befähigt, zunehmend selbstständig Aufgaben zu bearbeiten.
  3. Förderunterricht
    Schülerinnen und Schüler im 5. und 6. Jahrgang erhalten eine spezielle individuelle Förderung in den Bereichen Dyskalkulie und Lese-Rechtschreibförderung.

Berufsorientierung

Vom 7. bis zum 13. Schuljahr erfahren die Schülerinnen und Schüler der IGS Fürstenau eine zunehmende Orientierung für das Berufsleben:

7. Schuljahr: Kennenlernen eines Betriebes eigener Wahl
8. Schuljahr: Eine Woche Berufsorientierung in der Schule und in Betrieben
9. Schuljahr: Zwei Wochen Betriebspraktikum
9./10. Schuljahr: Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit in der Schule
10. Schuljahr: Zwei Wochen Betriebspraktikum
11. Schuljahr: Zwei Wochen Berufspraktikum
12. Schuljahr: Eine Woche Management Information Game (MIG) oder Berufsorientierung
11.-13. Schuljahr: Berufs- und Studienberatung in der Schule durch die Berufsagentur für Arbeit

Bläserklasse

An der IGS Fürstenau können die Kinder zwischen zwei Arten von Musikunterricht wählen:
1. dem herkömmlichen, zweistündigen Musikunterricht,
2. dem erweiterten Musikunterricht in der Bläserklasse.

Informationen über die Bläserklasse als pdf-Download:

Infoheft zur Bläserklasse
pdf-Datei – ca. 354 kB

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