Schülerinnen und Schüler der IGS Fürstenau wollen Betroffenen in Euskirchen helfen

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Auch die Freiwilligenagentur der Samtgemeinde unterstützt die Fluthilfe-Aktion (v. l.): Thomas Wagener, Matthias Wübbel, Lehrerin Stefanie Schröer und Antigone Mally (Foto: Jürgen Ackmann).

von Jürgen Ackmann (Bersenbrücker Kreisblatt)

Im April geht es ins Flutgebiet

Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Fürstenau werden im April für vier Tage Flutopfern in Euskirchen helfen. Bürgerinnen und Bürger, die mitmachen möchten, können sich bei der Freiwilligenagentur der Samtgemeinde melden.
Die Idee zu der Aktion hatte Religionslehrerin Stefanie Schröer. Sie wollte zunächst mit den Schülerinnen und Schülern ihres Leistungskurses aus dem zwölften Jahrgang eine Spendenaktion bei einem Weihnachtsgottesdienst starten. Der konnte wegen Corona nicht stattfinden. Also verkauften die Abiturientinnen und Abiturienten selbst gemachten Kuchen und Schoko-Crossies an der IGS. Zusammen kam ein Erlös von mehr als 300 Euro.
Dabei wollten es Stefanie Schröer und die Schülerinnen und Schüler aber nicht bewenden lassen. Also überlegten sie sich, gemeinsam den Flutopfern vor Ort zu helfen. So könne sich der Leistungskurs zudem einen besseren Eindruck von der Dimension der Katastrophe und dem damit verbundenen Leid verschaffen, so Stefanie Schröer.
Nach einigen Überlegungen fiel die Wahl auf Euskirchen in Nordrhein-Westfallen. Also nahmen Lehrerin Stefanie Schröer und die Schülerinnen und Schüler Kontakt zur Stadtverwaltung auf – genauer zu Melanie Barth vom Fachbereich Schulen, Generationen und Soziales. Sie freut sich bereits auf die IGS-Schülerinnen und -Schüler. Geplant sind die Arbeitseinsätze vom 20. bis 24. April.
Nach ihrer Ankunft werden die Schülerinnen und Schüler zunächst das Spendengeld übergeben. Darüber hinaus werden sie Familien unterstützen und beispielsweise beim Aufräumen helfen. Übernachten würden die Schülerinnen und Schüler vermutlich in einer Jugendherberge oder im Jugendzentrum der Stadt, so Stefanie Schröer. Es gebe aber vielleicht noch andere Möglichkeiten.
Unterstützung erhalten die IGS-Schülerinnen und -Schüler von der Freiwilligenagentur der Samtgemeinde Fürstenau. Als Antigone Mally von der Verwaltung von der Aktion hörte, bot sie an, sich um weitere Helfereinnen und Helfer zu kümmern. Fünf haben bereits zugesagt, weitere Helferinnen und Helfer seien erwünscht, so Mally. Interessenten könnten sich bei ihr melden (Telefon 05901 932018).
Die Kosten unter anderem für den Transport und Unterkunft würden übernommen, wie Samtgemeindebürgermeister Matthias Wübbel ergänzte.