Vorhang auf im Juni für Shakespeares Othello – aber anders!? Ein Theaterprojekt der Sek II

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Freitag, 15.35 Uhr: Das Wochenende wird eingeläutet. Eine Durchsage der Schulleitung erinnert noch einmal: „Bitte nicht vergessen, alle Stühle hochzustellen! Danke und schönes Wochenende!“ Aber für manche SchülerInnen der IGS Fürstenau bleiben die Stühle noch unten und das Wochenende muss noch warten. Was bisher nur hinter verschlossenem Vorhang passierte, wird nun aber endlich auch öffentlich: das Theaterprojekt der Oberstufe! Heute möchten wir daher die Chance nutzen, der Schulgemeinschaft mehr darüber zu erzählen: Wie entstand unser Projekt? Worum geht es genau? Was ist uns wichtig? Und natürlich: Wann geht der Vorhang auf?

Die Entstehungsgeschichte des Projekts

Wer bin ich? – Im Englischunterricht behandelten wir das Thema Identität. Dabei sprachen wir über Diskriminierung, Ausgrenzung von Minderheiten und über „Othering“ – angebliche „Andersartigkeiten“ als Abgrenzungsgrund zu nehmen. Unsere zahlreichen Diskussionen zeigten schnell, wie viel das Thema des Ausgrenzens und die Frage nach der eigenen Identität uns beschäftigt. Unser Austausch darüber gab uns den Impuls, ein Theaterstück daraus zu machen! Corona scheint allgegenwärtig und bestimmt zu großen Teilen unseren Alltag. Das heißt aber nicht, dass andere Themen uns nicht beschäftigen oder keinen Ausdruck finden sollten. So formte sich zusammen mit Frau Gebert eine kleine Gruppe motivierter SchülerInnen, die in ihren Freistunden ein Stück konzipierten. Das Projekt nahm schnell Fahrt auf und das Stück mit der Zeit seinen ganz eigenen – vielleicht etwas anderen – Weg.

Unser Stück “The OTHER Othello”

Wir machen Theater mit einer Idee aus dem Englischunterricht. Auf welchen Dramatiker wir da zurückgreifen, war klar: William Shakespeare. Als Basis nahmen wir uns Shakespeares Stück Othello – die Geschichte eines Mannes, der trotz hoher Stellung und Ansehen durch ein manipulatives Lügennetz seiner Eifersucht und seinen (Selbst-)Zweifeln erliegt. Unsere Version spielt jedoch nicht in der ursprünglichen, sondern in der heutigen Zeit und ist gefüllt mit unseren eigenen Ideen und Gedanken zu Selbstzweifeln und der Angst, sich sichtbar zu machen in einer Gesellschaft, die einem gewisse Erwartungen auferlegt. Als Tribut an Shakespeare haben wir für den Titel seine Muttersprache gewählt: Englisch. Für unseren persönlichen, kreativen Ausdruck innerhalb des Stückes haben wir unsere Muttersprache gewählt: Deutsch.

Was ist uns wichtig?

Wir möchten mit unserem Theaterstück darauf aufmerksam zu machen, welch großen Einfluss Worte auf einen Menschen haben können und welch inneren Kämpfe mancher in sich führt, weil er von Aussagen oder Erwartungen anderer beeinflusst wird. Somit dient das Stück als eine Art Appell unsererseits: Wir möchten uns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aussprechen, die Gefahr von verletzenden und degradierenden Aussagen aufzeigen und an Menschen appellieren, die Kraft ihrer Worte zu erkennen, zu reflektieren und für positive Veränderungen zu nutzen. Vor allem aber möchten wir Menschen Mut machen, sich zu zeigen – als sie selbst.

Da uns unser eigenes Projekt so ans Herz gewachsen ist, möchten wir es mit dem Erlös gerne rückwirkend finanzieren und den Rest an andere Projekte spenden, die sich verwandten Themen widmen.

Wann geht der Vorhang auf?

Unsere Aufführungen finden statt am:

1., 2., 3. und 4. Juni um 19.00 Uhr im großen Forum der IGS Fürstenau.

Preise: 7 € (Erwachsene), 5 € (Schüler:innen)

Karten können per E-Mail reserviert werden bei Julia Mitschke unter othello0622@gmail.com.

Das Stück kann von Schüler:innen ab 14 Jahren besucht werden.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr/Euer Interesse geweckt haben und wir Sie/Euch bei unseren Aufführungen begrüßen dürfen!

Herzliche Grüße

Die andere Theatergruppe (Jg. 12/13)