Mein Körper gehört mir!Projektwoche zum Thema Sexualität

Auf der Schwelle zwischen Kindheit und Jugend stehen die Jungen und Mädchen in den sechsten Klassen. Da ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Sexualität zu befassen. Eine Projektwoche füllte die an sich natürliche, manchmal aber schwierige Angelegenheit „mein Körper und meine Beziehung zu anderen“. Schüler, Lehrer und Sozialpädagogen der IGS, aber auch Fachleute, die eigentlich nicht zur Schule gehören, nahmen sich Zeit, auf das Thema intensiv und aus verschiedenen Blickwinkeln einzugehen.
Zunächst ging es darum, rein naturwissenschaftlich die Anatomie des Menschen insbesondere mit dem Schwerpunkt Sexualität zu erkunden. Jungen und Mädchen erlebten Unterricht getrennt voneinander. Dadurch ließen sich geschlechtsspezifische Themenpunkte und auch Probleme ohne Scham vor dem jeweils anderen Geschlecht besprechen.
Auch das Miteinander der Geschlechter stand auf der Tagesordnung. Wie gehen wir miteinander um und wie kann ich den anderen, dessen Bedürfnisse und Handlungsweisen besser verstehen? Nach Antworten auf die wichtigen Fragen suchten die Schüler gemeinsam mit ihren Betreuern.

Ein Höhepunkt der Woche waren die Aufführungen der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück. Über die gesamte Projektwoche verteilt zeigten die Darsteller Theaterszenen unter dem Motto „Mein Körper gehört mir“. Immer im Klassenverband erlebten die Schüler alltägliche Szenen und Theatersequenzen zu bedrohlichen Situationen im Bereich Missbrauch. Ziel war es, die Jungen und Mädchen zu sensibilisieren und zu stärken. Die Schauspieler zeigten Alltagssituationen, die jedem Schüler so widerfahren könnten oder vielleicht auch schon einmal widerfahren sind. Gleichzeitig wiesen sie Wege auf, um brenzligen Situationen zu entkommen oder gar nicht erst in eine solche zu geraten.
„Missbrauch geschieht vor allem in der direkten Umgebung der Betroffenen, aber auch das neue und bei jungen Menschen beliebte Medium Internet birgt Gefahren“, mahnten die Theaterpädagogen. Vor allem wollten sie den Jugendlichen vermitteln, dass sie absolut keine Schuld tragen, wenn ihnen Missbrauch zustößt. Dafür verantwortlich ist immer der, der die Tat begeht. Die finanzielle Realisierung dieser wichtigen Aufklärung übernahm der Verein „Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.“