Fürstenau. Wie hat sich der Schulelternrat positioniert? Er sieht dringenden Handlungsbedarf – vor allem mit Blick auf die Gebäudesanierung. Die Heizungen seien nicht steuerbar, Dachkuppeln undicht, Schallschutzdecken defekt. Der Schulelternrat fordert deshalb von der Samtgemeinde als Schulträger feste Sanierungszusagen, zumal andere Schulen, die in die Zuständigkeit des Landkreises fielen, Millionenbeträge erhielten. Derzeit stehen in der Schule „Protestkästen“. Dort können Eltern und Schüler via Unterschrift die Forderungen des Schulelternrates unterstützen. Vor diesem Hintergrund hat es mittlerweile Gespräche zwischen der Samtgemeinde und dem Schulelternrat gegeben.

Ist schon etwas geschehen? Ja, es ist bereits etwas geschehen, wie Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken und Schulleiter Jürgen Sander in einem Gespräch in dieser Woche deutlich machten. So ist beispielsweise in einem ersten Schritt die Mensa komplett neu ausgestattet worden. Insgesamt haben Kommune und Schule 50 000 Euro in neue Stühle, Tische und Technik investiert. Überdies gibt es andere Öffnungszeiten. Gab es früher lediglich zwei kurze Zeitfenster für die Frühstücksausgabe, so öffnet die Mensa in dieser Angelegenheit nun durchgehend von 7.30 Uhr bis 11.15 Uhr, um die Schüler mit Brötchen, Joghurt oder Obst zu versorgen. Ein Angebot, das gut ankommt. Oft habe die heilpädagogische Hilfe als Betreiber bereits um kurz nach 7.30 Uhr 30 bis 40 Frühstücke ausgegeben, so Jürgen Sander. Auch der neue Loungebereich mit entsprechenden Sesseln werde von den Schülern gerne genutzt und führe mit neuen Frühstückszeiten dazu, dass in der Mensa nun fast den ganzen Schultag über Betrieb herrsche, da nach dem Ende der Frühstücksausgabe um 11.15 Uhr bereits von 11.30 bis 13.45 die Ausgabe des Mittagsessens erfolge. Unter anderen werden auch rund 120 Grundschüler versorgt. Das Konzept will die IGS in Absprache zwischen Eltern, Schülern und Fachplanern weiterentwickeln.

Was ist mit der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume? Die soll bis Februar abgeschlossen sein, erklärt Benno Trütken. Für 200 000 Euro würden ein Physik- und Chemieraum auf den aktuellen Stand der Technik gebracht – einschließlich der Abiturprüfungskästen. Dass es Verzögerungen gegeben haben, sei bedauerlich.

Wird noch mehr saniert? Ja. Unter anderem ist vorgesehen, den Trakt der fünften und sechsten Jahrgänge zu sanieren. Dort besteht der größte Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang möchte die Samtgemeinde 2018 in Absprache mit der IGS zudem ein Raumkonzept entwickeln, das ab 2019 umgesetzt werden soll. In Arbeit ist zudem ein Verkehrskonzept, das unter anderem die Neustrukturierung des Busbahnhofes der IGS vorsieht.

Weiterhin ist eine energetische Sanierung der Schule im Rahmen eines Quartierskonzeptes geplant. Die Gelder für die Erarbeitung dieses Konzeptes sind bereits genehmigt. Neben diesen Vorhaben möchten Samtgemeinde und IGS unter anderem die Digitalisierung der Schule vorantreiben und die Ausstattung der Fachbereiche verbessern. Benno Trütken rechnet damit, dass in den nächsten Jahren jährlich Beträge im sechs- und siebenstelligen Bereich fällig werden. Bei der Finanzierung wird es Unterstützung vom Landkreis geben. Bis 2021 – dem Jahr des 50-jährigen Bestehens – soll die IGS deutlich aufgewertet werden.

Was ist mit der Trägerschaft? Die Gespräche zwischen dem Landkreis und der Samtgemeinde stehen kurz vor dem Abschluss, so Benno Trütken. Es werde noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen. Das Pendel neige sich in Richtung Samtgemeinde. Das heiße aber nicht, dass es dann keine Unterstützung mehr vom Landkreis gebe. Es bedeute aber, dass dann Klarheit herrsche und die IGS-Sanierung vorangetrieben werden könne.