Hildegard Jubt und Klaus Großheide feierlich verabschiedet

Abschied vom „Epizentrum des Miteinanders“

IGS Fürstenau entlässt zwei verdiente Pädagogen in den Ruhestand

Von Maria Kohrmann-Unfeld vom Bersenbrücker Kreisblatt

<p><em>Schule adé: </em>Hildegard Jubt (Zweite von links) und Klaus Großheide (Dritter von links) verlassen die IGS Fürstenau. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld </p>
Schule adé: Hildegard Jubt (Zweite von links) und Klaus Großheide (Dritter von links) verlassen die IGS Fürstenau. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

In einer äußerst vergnüglichen und musikalischen Feierstunde überreichte Schulleiter Jürgen Sander den beiden „Vollblutpädagogen“ ihre Entlassungsurkunden. In seiner Laudatio ging er auf den beruflichen und privaten Werdegang der beiden Pädagogen ein. „Durch eure Ideen und euren Einsatz für die IGS habt ihr den Erfolg unserer Schule wesentlich mitbestimmt“, so der Schulleiter.

Zur Einstimmung führten Schülerinnen der Klasse 5/3 eine Comedy-Version des Märchens „Aschenputtel“ unter der Leitung von Kerstin Selter auf und wurden dafür mit viel Applaus belohnt.

Bevor Hildegard Jubt vor 18 Jahren in der IGS die Stelle als Leiterin der Sekundarstufe I und drei Jahre später die didaktische Leitung übernahm, sammelte sie wertvolle Erfahrungen unter anderem in dem von ihr gegründeten Kinderladen. „Dass die IGS mit ihrer pädagogischen Ausrichtung so ist, wie sie ist, haben wir dir zu verdanken. Du hast nie dogmatisch gedacht und hattest immer die Schüler im Blick“, erklärte der Schulleiter und versammelte kurzerhand Jahrgangsleiter, Fachbereichsleiter sowie das Schulleitungsteam um sich, um der scheidenden Pädagogin ein selbst erdachtes Ständchen zu bringen.

Sichtlich gerührt bedankte sie sich bei ihrer Familie, dem gesamten IGS-Kollegium, insbesondere beim Schulleitungsteam: „Ihr wart meine zweite Familie: anpackend, konfliktlösend, wertschätzend und herzlich.“ Und dann verriet sie die Antwort auf die zentrale Frage, nach dem, was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen: „Sie wollen gemocht werden, sie wollen nicht gemobbt werden, und sie wollen mit dem Lerntempo klarkommen. Unsere Schulgemeinschaft kommt dieser Zauberformel sehr nahe“, stellte sie abschließend fest.

Mit einem Zitat von Solon: „Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus“, umschrieb Jürgen Sander die beruflichen Stationen von Klaus Großheide. 1981 trat er seinen Dienst als Lehrkraft in der IGS Fürstenau an. Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützte und begleitete er den internationalen Schüleraustausch nach Garwolin in Polen. „Es geht ein erfahrener Kollege, der Generationen von Schülern zum höchstmöglichen Abschluss führte. Mit seiner behutsamen Art gab er der Schule ein menschliches Gesicht“, so der Schulleiter.

Klaus Großheide hatte seinen alten Tornister mitgebracht und erinnerte sich an den Beginn seiner Schulzeit 1960. Augenzwinkernd berichtete er von den vielfältigen „Unterrichtsmethoden“, die ihm in seiner langjährigen Schullaufbahn begegnet sind, und schloss seine Dankrede mit dem Fazit: „Die IGS war für mich ein kleines Paradies, ein Epizentrum der Kommunikation und des Miteinanders.“

Für die Fachgruppe Deutsch plauderte Patrick Mauritz äußerst humorvoll aus dem Nähkästchen über die Zusammenarbeit mit den beiden Germanisten Hildegard Jubt und Klaus Großheide und bedankte sich für die geleistete Arbeit und Unterstützung.